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Last Exit Moldau : Wie lange braucht Getreide ans Schwarze Meer?

Zweigleisig: Im Hafen von Giurgiulesti (Republik Moldau) haben die Schienen zwei Spurweiten, um Züge aus Ost und West aufnehmen zu können. In den Kesselwaggons befinden sich Benzin und Diesel. Bild: Andreas Mihm

Der Krieg in der Ukraine bringt viel durcheinander, auch die Transportwege im Südosten Europas. Nicht nur die Grenzarbeiter in Moldau und Rumänien sind überfordert mit der aktuellen Situation.

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          Victor Fedorow hat die Faxen dicke. Seit neun Tagen steht er mit seinem Lkw im Stau an der Grenze bei Giurgiulesti und kommt aus der Republik Moldau nicht rüber nach Rumänien. Fedorow fährt Saatgut aus dem ukrainischen Hafenstädtchen Reni in den rumänischen Schwarzmeerhafen Constanţa (Konstanza). Das sind höchstens 250 Kilometer, die an einem Tag gut zu bewältigen wären. Aber jetzt werden es mehr als zehn Tage sein. „Ich stehe hier die ganze Zeit am Zoll herum, bekomme keine Fahrten und gebe mein ganzes Geld für Essen aus“, schimpft Fedorow.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Ein paar Kilometer landeinwärts, vorbei an Dutzenden wartenden Tanklastern und Sattelzügen mit ukrainischen, rumänischen, moldauischen oder türkischen Kennzeichen, gibt es einen Parkplatz mit weiteren Lastwagen. Vor einem steht Pawel Kitkenko in der Sonne. Weil der Schiffstransport aus der Ukraine gesperrt ist, fährt er Elektroartikel nun per Lkw nach Georgien. Zwei Wochen hin, zwei Wochen zurück. Das war der Plan. Jetzt dauert es länger. „Möglicherweise brauche ich allein eine Woche, bis ich über die Grenze komme“, sagt er genervt.

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