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Interview mit Agrarministerin : Was darf ich noch essen, Frau Klöckner?

In Julia Klöckners Ministerium hängen die Kirschen ziemlich hoch. Am Donnerstagabend eröffnet die CDU-Politikerin in Berlin die Grüne Woche, die größte Messe für Ernährung und Landwirtschaft der Welt. Bild: Andreas Pein

Im Interview spricht Agrarministerin Julia Klöckner über die Doppelmoral der Verbraucher, das drohende Ende des Überflusses und den Nutzen der Gentechnik.

          6 Min.

          Frau Klöckner, beim Thema Ernährung sind viele Leute komplett verunsichert. Was darf ich überhaupt noch zu mir nehmen?

          Ralph Bollmann

          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Nun machen Sie mal langsam! Es wird schon noch jeden Tag gegessen. Als Ministerin mache ich keine Vorschriften für private Einkaufslisten, wir geben Empfehlungen auf Grundlage der Wissenschaft. Wichtig sind Maß und Mitte. Es geht nicht um irgendeine ästhetische Perfektion, sondern um Gesundheit. Immer mehr Kinder sind übergewichtig, manche haben schon Altersdiabetes. Das hat mit unserem Lebensstil zu tun: weniger Bewegung, kein ausgewogenes Essen. Wir greifen auch stärker als früher zu Fertiggerichten. Vor fünfzig Jahren hat man die Kartoffeln noch aus dem eigenen Garten geholt.

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