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Erzwungene Landung : Wo Belarus verwundbar ist

In der Ukraine lebende Belarussen demonstrieren am Freitag vor dem Außenministerium in Kiew. Sie verlangen, dass die Ukraine Sanktionen gegen Alexandr Lukaschenko beschließt. Bild: EPA

Die EU berät über harte Sanktionen gegen das Regime von Lukaschenko. Sie trifft damit wunde Punkte – und erhöht den Einfluss Moskaus.

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          In den bald 27 Jahren, in denen Alexandr Lukaschenko über Belarus herrscht, wurde sein Regime schon oft mit Strafmaßnahmen belegt. Nun aber, nach der Zwangslandung des Ryanair-Flugs in Minsk, drohen dem Diktator Sanktionen, die weitaus härter sind als frühere. Neben der Isolation im Luftverkehr erwägt die EU Maßnahmen gegen Staatsbetriebe der beiden wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes: der Kali-Produktion und der Petrochemie. Auch Einschränkungen für belarussische Staatsanleihen sind im Gespräch. Im Gegenzug drohte Minsk schon mit einem Importverbot für europäische Waren und einem Transitstopp für Warentransporte.

          Katharina Wagner
          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.

          Indes spielt der Markt des kleinen Belarus für die EU kaum eine Rolle; für Belarus aber ist die EU nach Russland zweitwichtigster Handelspartner. Etwa 30 Prozent des Exports geht in die Mitgliedstaaten und nach Großbritannien.

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