https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wie-in-deutschland-die-deindustrialisierung-voranschreitet-16620945.html

Standort Deutschland : Die schleichende Deindustrialisierung

Hochöfen des ThyssenKrupp Stahlwerks Schwelgern Bild: dpa

Die deutsche Industrie steckt in der Krise. Die Unternehmen scheinen vermehrt ins europäische Ausland abzuwandern. Wirtschaftsminister Altmaier bringt das in Erklärungsnot.

          3 Min.

          Wirtschaftsminister Peter Altmaier adelt sie als die Säule unseres Wohlstands: die deutsche Industrie. Geht es nach dem CDU-Politiker, soll sie gestärkt werden und in zehn Jahren 25 Prozent der Wertschöpfung ausmachen. So formulierte es Altmaier Ende November in seiner „Industriestrategie 2030“. Doch wie sich jetzt immer klarer zeigt, geht der Trend in entgegengesetzte Richtung. Seit dem Jahr 2016 sinkt der Anteil der Industrie an der Wertschöpfung, von 23 auf nur noch 21,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt Mitte Januar mitteilte. Es ist der niedrigste Wert seit der Finanzkrise.

          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          Verliert Deutschland also nach und nach seine Industrie? Davon sind zumindest die Ökonomen der Commerzbank mittlerweile überzeugt. Als Beleg für ihre These von der schleichenden Deindustrialisierung dient ihnen die Entwicklung der Industrieproduktion, die in Deutschland deutlich schlechter aussieht als im übrigen Euroraum. Der Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer spricht unumwunden von der Rückkehr des „kranken Mann Europas“ wie um die Jahrtausendwende herum.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Blick vom Istanbuler Stadtteil Bebek aus auf den Bosporus

          Wegen Erdogan : Junge Türken wollen weg

          Junge Türken kennen nur noch die AKP als Regierungspartei. Viele Jugendliche und junge Erwachsene sind unzufrieden. Sie wollen eine andere, demokratische Türkei.
          Marty Flanagan, 61, ist Vorstandsvorsitzender der US-Fondsgesellschaft Invesco. Sie  legt  für ihre Kunden 1,5 Billionen Dollar an.

          Fehler bei der Anlage : „Das vernichtet Ihr Vermögen“

          Marty Flanagan, Chef der Fondsgesellschaft Invesco, spricht im Interview über die Turbulenzen an der Börse, ärgerliche Anlagefehler und die Schwächen von ETF.
          Ein ungemein wichtiger Partner für die NATO, trotz allem: der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan

          Veto gegen NATO-Erweiterung : Erdogan, der Türhüter

          Der türkische Präsident blockiert den Beitritt Finnlands und Schwedens zur NATO. Es ist nicht sein erster Affront gegen das Bündnis. Trotzdem darf er auf Nachsicht hoffen.
          Kapitalanalge
          Erzielen Sie bis zu 5% Rendite
          Sprachkurse
          Lernen Sie Englisch
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis
          Zertifikate
          Ihre Weiterbildung im Projektmanagement