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Impfverweigerer : Der Weg zur Spritze

Eine Teilnehmerin einer Querdenker-Demonstration in Stuttgart trägt ein Schild gegen Impfungen auf ihrem Rücken. Bild: dpa

Jetzt erhöht auch Deutschland den Druck auf Impfverweigerer: Es wird immer beschwerlicher, ungeimpft durchs Leben zu gehen.

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          Die Österreicher haben es aufgegeben mit dem Locken und Drohen. Sie beschränken sich nicht mehr darauf, Geimpften irgendwelche Vorteile zu versprechen und Ungeimpften das Leben weiter zu erschweren. Stattdessen kündigte Bundeskanzler Alexander Schallenberg am Freitag an, das in dem Alpenland vom 1. Februar an eine Impfpflicht gilt. Wer den Gang zum Arzt oder ins Impfzentrum verweigert, dem drohen dann Bußgelder.

          Sebastian Balzter
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
          Martin Gropp
          Redakteur in der Wirtschaft.

          So weit ist es in Deutschland noch nicht, hierzulande wird bislang nur darüber diskutiert, bestimmte Berufsgruppen zum Impfen zu verpflichten. Was den großen Rest der Bevölkerung betrifft, setzt die Politik weiter auf Anreize, neudeutsch: Nudging. Allerdings nicht mehr der positiven, sondern der negativen Art. Die Zeiten, in denen die Behörden vor allem darauf setzten, die Leute an Thüringer Corona-Hotspots mit einer Bratwurst zur Impfstation zu locken, sind längst vorbei.

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