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Finnlands CO2-Transformation : Im Labor der Klimaneutralität

An vielen Ansätzen, um die Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen, arbeitet Finnland bereits auf Hochtouren. So beispielsweise an der industriellen Verwendung von Textilfasern aus nachwachsendem Birkenholz. Bild: dpa

Kein Staat in der Europäischen Union hat so ambitionierte Klimaziele wie Finnland. Schon in 16 Jahren soll der Netto-CO2-Ausstoß null betragen. Bericht aus einem Land, in dem sogar die Grünen für Atomkraft sind.

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          Die Wege in Finnland sind weit. Von der Fläche her fast identisch mit Deutschland, durchziehen nur wenige Schnellstraßen das 5,5 Millionen Einwohner zählende platte Land. Der Winter, frostig und kalt, endet spät; für den Straßenbau bleiben nur ein paar Wochen im Jahr. Eine Autoreise im Juli macht das noch zäher als ohnehin.

          Niklas Záboji

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Fernab der Ballungszentren verästelt sich das finnische Straßennetz in einer Landschaft dominiert von Mooren und Seen, Kiefern und Birken. Drei Viertel des Landes sind mit Wald bedeckt. Holz ist Finnlands Exportschlager, auch das Papiergewerbe hat Tradition. Doch hat der Waldreichtum neuerdings noch ganz andere Ideen geweckt. „Vereinfacht gesagt, wandeln wir Biomasse in Textilien um“, erklärt Michael Hummel. Der gebürtige Österreicher arbeitet an der Aalto-Universität in Espoo unweit der Hauptstadt Helsinki und ist beteiligt am dort entwickelten Ioncell-Verfahren.

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