https://www.faz.net/-gqe-af07q

Bundestagswahl : Das planen die Parteien mit der Rente

Vor der richtungsweisenden Bundestagswahl stellen sich die Parteien die Frage: Wo kommt das Geld für die Rente her? Bild: dpa

Die immer näher rückende Bundestagswahl wird darüber entscheiden, wie die Politik in den kommenden Jahren mit dem stärksten demografischen Wandels umgeht. Die Lösungsansätze der Parteien sind vielfältig – doch welcher ist der richtige?

          4 Min.

          Wer nur die aktuelle Finanzlage der gesetzlichen Rentenversicherung betrachtet, findet kein Problem. Nicht einmal die Corona-Krise hat bisher ernste Spuren in der größten deutsche Sozialkasse hinterlassen: Ende 2020 verfügte sie über mehr als 37 Milliarden Euro an Rücklagen, ihre Reserven für künftig steigende Ausgaben bewegten sich damit immer noch dicht am historischen Höchststand von 2019. So weist es die Deutsche Rentenversicherung aus.

          Dietrich Creutzburg
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Das Bild ist aber unvollständig, falls man die amtlichen Vorausberechnungen beiseitelässt: Sie besagen, dass die Reserve schon bis Ende 2022 auf 16 Milliarden Euro schrumpft. Mehr als die Hälfte wäre also schon im ersten Jahr nach der Bundestagswahl verbraucht. Und 2023 muss dann der Beitrag, den Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen, von 18,6 auf 19,3 Prozent des Bruttolohns steigen, so die Vorausschau. Sonst liefe die Rentenkasse dann schon leer.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Protest gegen die PiS vor dem Verfassungsgericht in Warschau am 31. August

          Polen und die EU : Die wachsende Gefahr des Polexits

          Die nationalkonservative PiS-Regierung will Polen wohl nicht aus der EU führen. Aber sie nimmt das Risiko mutwillig in Kauf, weil sie ihre Macht über das Wohl des Landes stellt.
          Edgar Engist mit seinen Hunden und Schafen auf seiner Wiese in Bollschweil. Der Schäfer fragt sich, warum Wölfe so viel mehr wert sein sollen als seine Arbeit.

          Landfrust : Im Würgegriff der Bürokraten

          Von Wolf bis Windkraft: Gut gemeinte Vorschriften, die in fernen Großstädten erdacht werden, treiben die Selbständigen auf dem Land in den Wahnsinn.