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Frage der Industriepolitik : Eine Chipfabrik in Deutschland ist für viele verlockend

Im Fokus: Chips des Herstellers TSMC, hier auf einer Messe in China Bild: Getty

Der größte Hersteller von Computerchips könnte bald in Deutschland fertigen. Doch die Lieferengpässe deutscher Unternehmen sind dadurch nicht direkt gelöst. Der Staat steht vor einer wichtigen Entscheidung.

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          Es sind zwei Meldungen, die erst auf den zweiten Blick etwas miteinander zu tun haben: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist im Juli schlechter geworden. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel von 101,7 Punkten im Juni auf 100,8 Punkte und beendete damit seinen Aufwärtstrend, teilte das Ifo-Institut am Montag mit. Die zweite Meldung vom selben Tag: Das Unternehmen Taiwan Semiconductor Manufacturing, kurz TSMC, erwägt eine Fabrik in Deutschland zu bauen. „Wir prüfen Deutschland ernsthaft“, sagte der Chef von TSMC, Mark Liu, auf der Hauptversammlung in Taipeh.

          Corinna Budras
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          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.
          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Die beiden Meldungen hängen zusammen, weil die Stimmung in der deutschen Industrie wegen Lieferengpässen immer angespannter wird. Es fehlen Vorprodukte, allen voran Mikrochips für die Autoindus­trie. Die ganze Dramatik der Lage lässt sich erahnen, wenn man auf eine repräsentative Umfrage des Branchenverbands Bitkom blickt: Darin heißt es, dass 94 Prozent der Unternehmen auf solche Digitalimporte angewiesen sind. Eine große Mehrheit von ihnen hält sich sogar für „nur kurzzeitig überlebensfähig“, sollten diese digitalen Technologien oder Dienstleistungen nicht mehr aus dem Ausland bezogen werden können.

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