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Rentenberechnung : Regierung plant Gesetz gegen Renten-Jojo

Ein leichter dauerhafter Anstieg ist besser als eine einmalige rapide Steigerung. Bild: dpa

Ohne Eingriffe stiegen die Renten nächstes Jahr erheblich. Doch ausgerechnet im Wahljahr 2021 käme nur eine Mini-Erhöhung. Deswegen will das Arbeitsministerium jetzt eingreifen.

          3 Min.

          Die Bundesregierung will verhindern, dass die Rentensteigerungen in den nächsten beiden Jahren aus rein statistischen Gründen extrem unterschiedlich ausfallen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) plant deshalb ein Gesetz zur Änderung der Rentenberechnung. Das geht aus einem Regierungsvermerk hervor, der der F.A.Z. vorliegt. Durch die veränderte Berechnung sollen Verzerrungen bei künftigen Rentenanpassungen – und damit „Wechselbäder“ für die Rentner – vermieden werden.

          Kerstin Schwenn
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          In dem Vermerk hat das Arbeitsministerium einen Änderungsantrag gegen das 2020 und 2021 anstehende „Renten-Jojo“ formuliert. Ohne den geplanten gesetzlichen Eingriff könnten die 21 Millionen Rentner in Deutschland im nächsten Jahr mit einer besonders kräftigen Rentenerhöhung rechnen. Im (vorgesehenen) Wahljahr 2021 wäre die Steigerung dann aber nur minimal. Ursache dafür ist ein Sondereffekt wegen der turnusmäßigen Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR), mit der die statistischen Werte zur Lohnentwicklung in den vergangenen Jahren etwas nach oben korrigiert wurden.

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