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Spannungen in Asien : Die Corona-Krise zwingt Militärs zum Sparen

Mirage-Kampfflugzeuge der indischen Luftwaffe Bild: Bloomberg

Einige Länder in Asien streichen im Zuge der Pandemie ihre Wehretats zusammen. Das spielt vor allem China in die Karten. Wird die Nato dem Sparkurs folgen?

          3 Min.

          Da viele Regierungen rund um die Erde immer größere Hilfspakete schnüren, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern, bleibt weniger Geld für staatliche Waffenkäufe. Einige Politiker in Asien beginnen damit, ihre Wehretats zu kürzen. Der beginnende Sparkurs in Fernost dürfte wiederum der Führungsmacht China in die Hände spielen – schließlich ist die militärische Lage in der Region brisanter denn je: Vor allem Pekings Vordringen in den Indischen Ozean – nach seiner Landnahme im Südchinesischen Meer – rückt immer stärker in den Mittelpunkt.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Ulrich Friese

          Redakteur in der Wirtschaft.

          In Indien beschreibt Bipin Rawat, Chef des nationalen Verteidigungsstabes, den Ernst der Lage. „Die Folgen von Covid-19 treffen alle. Wir müssen noch einmal prüfen, was wir wirklich brauchen. Waffenimporte sind teuer geworden“, sagt er, ohne den Umfang der geplanten Kürzungen zu beziffern.

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