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Videospielzensur : Chinas große Zockerbude

100 Millionen Chinesen zocken regelmäßig auf dem Handy, am liebsten das Spiel „Honor of Kings“ von Tencent. Außerhalb des Landes heißt es „Arena of Valor“ und ist nicht so erfolgreich. Bild: Picture-Alliance

Smartphone-Spiele machen die Jugend schlapp – glaubt die Regierung in Peking und übt großen Druck auf die eigene Spiele-Industrie aus. Das bekommt auch der größte Anbieter von Handy-Spielen zu spüren.

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          Den Namen des erfolgreichsten Smartphone-Spiels der Welt kennt außerhalb Chinas vermutlich keiner. Dabei ermöglicht es Ausländern etwas, das in der chinesischen Wirklichkeit undenkbar wäre: Sie können – im Spiel – in den Dienst der Volksbefreiungsarmee eintreten.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Das Spiel heißt „Game for Peace“, und darin hebt ein weißhäutiger, lederbejackter Jüngling von Chinas Luftwaffenbasis im Bomber der Luftstreitkräfte ab und stürzt sich dann aus der Luft mit einem Fallschirm auf eine Insel, um mit dem Schnellfeuergewehr zahllose Gegner niederzuschießen. Die simple Story hat dem Anbieter des Spiels, dem Technologiekonzern Tencent mit Sitz im südchinesischen Shenzhen, umgerechnet 70 Millionen Dollar Umsatz eingebracht. Und zwar allein im Monat Mai.

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