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Null-Emissionen bis 2050 : Wie die Briten klimaneutral werden wollen

Die Baumaßnahmen am britischen Kernreaktor Hinkley Point C in Somerset schreiten voran. Bild: Bloomberg

Um die CO2-Emissionen auf null zu senken, will die britische Regierung neue Wälder pflanzen sowie Öl- und Gaskessel abschaffen – und auf die Kernfusion setzen. Nur: Wann ist die finanzielle Schmerzgrenze der Bevölkerung überschritten?

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          Seit dem Mittelalter hat Großbritannien riesige Wälder verloren. Die Bäume wurden geschlagen für Baumaterial, Brennholz, Möbel und Schiffe oder mussten Siedlungen weichen. Im Ersten Weltkrieg holzte man große Forste ab – auch für den Flottenbau. Nur noch 5 Prozent des Landes war mit Wäldern bedeckt. Vor hundert Jahren, im September 1919, verabschiedete das Parlament dann den Forestry Act, das Forstwirtschaftsgesetz. Eine neue staatliche Kommission kümmert sich seitdem um die Wiederaufforstung und nachhaltige Waldwirtschaft. Vom Allzeittief hat sich der Waldbestand seitdem etwa verdoppelt.

          Philip Plickert
          (ppl.), Wirtschaft

          Nun wird der Northumberland Forest, ein Wald im Norden Englands bei Newcastle, in den kommenden Jahren in großem Stil wiederaufgeforstet. Eine Million Bäume sollen von 2020 bis 2024 gepflanzt werden. Der Plan, verkündet vom Wirtschaftsministerium während des Parteitags der Konservativen, ist Teil eines größeren Pakets mit insgesamt einer Milliarde Pfund (1,1 Milliarden Euro) Volumen, mit dem die Tories dem beschlossenen Ziel näherkommen wollen, dass Großbritannien bis zum Jahr 2050 seine Netto-Emissionen von Kohlendioxid (CO2) auf null senken soll.

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