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Lauschangriff in Fernost : Wie deutsche Manager in China ausspioniert werden

Straßenszene in Peking Bild: AFP

Die Chinesen spionieren deutsche Manager unverfroren aus: Hotelsafes werden geknackt, Büros verwanzt, Laptops aufgeschraubt. Gegenwehr ist zwecklos.

          6 Min.

          Als er schon im Fitnessraum angekommen war, kehrte der Manager noch mal um: Er hatte seine Badehose vergessen. Doch als der Vorstand eines deutschen Dax-Konzerns in dem Schanghaier Hotel zurück in sein Zimmer wollte, funktionierte die Schlüsselkarte nicht. Nach einem Gang zur Rezeption war zehn Minuten später klar, warum: Im Zimmer ruhte der Dienstlaptop auf dem Tisch, mit der Unterseite nach oben und gelockerten Schrauben. Gelagert hatte das Gerät zuvor im verschlossenen Safe.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Deutschlands Manager schlagen Alarm. In China werde es immer schlimmer mit der Spionage, berichten immer öfter Vorstandschefs von Dax-Konzernen, Banker und Anwälte. Im Restaurant belauscht, auf dem Smartphone abgehört, nun sogar in der vermeintlich sicheren Executive-Suite in der Fünf-Sterne-Unterkunft manipuliert: Die Volksrepublik entwickele sich zur „DDR auf Doping“, klagt ein Wirtschaftsführer.

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