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Berliner Wohnungen : 94,4 Prozent der Angebote liegen über Mietdeckel-Obergrenze

  • -Aktualisiert am

Blick auf die deutsche Hauptstadt und den Fernsehturm: Was bezweckt der Mietendeckel? Bild: dpa

Der Berliner Mietendeckel dürfte vor allem auf Neuvermietungen erhebliche Auswirkungen haben. Das zeigt eine Analyse der Online-Plattform Immoscout. So wurden im vergangenen Jahr fast alle Wohnungen über den im Gesetzesentwurf geplanten Obergrenzen angeboten.

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          Der in Berlin geplante Mietendeckel dürfte vor allem bei Neuvermietungen gravierende Auswirkungen haben. Nach einer Analyse der Online-Plattform Immoscout lagen im vergangenen Jahr 94,4 Prozent der Mietangebote über den Obergrenzen, die der Senat je nach Baujahr und Ausstattung einer Wohnung festgelegt hat. Im Durchschnitt lagen die Angebote 5,92 Euro über dem jeweiligen Wert. Die niedrigste Obergrenze hat die rot-rot-grüne Landesregierung bei 3,92 Euro gezogen, die höchste bei 9,80 Euro.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Auch mit den erlaubten Zuschlägen für eine moderne Ausstattung verlangten in besonders gefragten Vierteln wie Mitte und Kreuzberg derzeit nahezu alle Vermieter mehr als künftig erlaubt, sagt Immoscout. Das Berliner Abgeordnetenhaus will das umstrittene Gesetzesvorhaben an diesem Donnerstag auf den Weg bringen.

          Glaubt man dem Immobilienportal, hat der Mietendeckel aber längst schon Wirkung gezeigt: Das oberhalb des Mietendeckels liegende Wohnungsangebot habe seit Anfang 2019 – damals kursierten die Gedankenspiele der Berliner SPD zum ersten Mal – um 18 Prozent abgenommen. Das Angebot innerhalb des Mietendeckels sei aber nicht gestiegen, vielmehr sei die Zahl der zur Miete angebotenen Wohnungen gesunken. Zugleich hat sich der Analyse zufolge das Angebot von unvermieteten Eigentumswohnungen um 40 Prozent erhöht.

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