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Lidl-Konzern : Der stille Gigant und sein Kampf gegen die Hacker

Rolf Schumann, Digitalchef der Schwarz Gruppe Bild: Verena Müller

Die Schwarz-Gruppe ist einer der größten Handelskonzerne der Welt – und meistens sehr verschlossen. Jetzt gibt sie Einblicke in das Innerste ihrer Digitalstrategie. Es sieht aus wie im Raumschiff.

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          Der Herr über den geheimen Trakt drückt auf einen Knopf. Das milchige Glas an der Rückwand des Sitzungsraumes wird plötzlich durchsichtig. Der Blick wird frei auf die Kommandobrücke eines Raumschiffes, unwillkürlich erwartet man die Meldung, dass ein Planet zerstört wurde. So zumindest sieht es aus. Ein halbrunder Raum, in der Mitte eine Handvoll Kommandeure an Stehpulten. „Die sehen uns nicht“, sagt der Herr – halb stolz, halb schelmisch. Die konkave Wand gegenüber besteht vollständig aus Bildschirmen. Überall Graphen, Zahlen, Landkarten. In der Mitte blinken Warnungen: Es wurden drei Schwachstellen in den Systemen identifiziert, die geschlossen werden müssen. Die IT der Schwarz-Gruppe ist heute nur zu 83 Prozent sicher.

          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          „Wenn wir etwas machen, dann machen wir es richtig“, sagt der gut gelaunte, dynamische und etwas rundliche Herr, der das Oberkommando über das Raumschiff hat. Rolf Schumann ist Digitalvorstand der sonst so verschlossenen Schwarz-Gruppe . Auch wenn es schwerfällt zu glauben: Der Science-Fiction-Raum und die manchmal etwas lieblosen Lidl-Regale gehören demselben Giganten der deutschen Wirtschaft, der mit 550.000 Mitarbeitern als viertgrößtes Handelsunternehmen der Welt gilt.

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