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„Divers“ im Berufsalltag : Wie das dritte Geschlecht Betriebe herausfordert

Weder eindeutig Mann noch Frau, sondern divers. Bild: dpa

Künftig soll es schon bei der Beurkundung der Geburt die Option „divers“ geben. Darauf muss sich die Wirtschaft einstellen. Das betrifft die Formulierung von Stellenanzeigen – und einiges mehr.

          3 Min.

          Der Bundestag hat am Freitag eine weitreichende Änderung im Personenstandsgesetz gebilligt. Vom 1. Januar 2019 an kann im Geburtenregister neben „männlich“ und „weiblich“ auch „divers“ als drittes Geschlecht eingetragen werden. Die neue Regelung betrifft nach früheren Angaben des Bundesverfassungsgerichts bis zu 160.000 Personen in Deutschland. Intersexuelle Menschen lassen sich nach ihren biologischen Merkmalen nicht eindeutig dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht zuordnen.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Künftig soll es schon bei der Beurkundung der Geburt die Option „divers“ geben. Auch später ist eine Änderung der Geschlechterzuordnung und die Wahl eines anderen Vornamens möglich. Doch auch mit den Änderungen hält der Gesetzgeber daran fest, dass diese Menschen ihre Geschlechtsvariante durch die Vorlage eines ärztlichen Attests nachweisen müssen – was im Laufe der Beratungen im Bundestag für Proteste von den Fraktionen der Grünen und der Linken sorgte und im Vorfeld auch von Interessensverbänden kritisiert wurde.

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