https://www.faz.net/-gqe-a7gvu
Bildbeschreibung einblenden

China und Indien streiten sich : Machtkampf im Himalaja

Nepals Ministerpräsident Sharma Oli (Mitte) muss mit seinem Land zwischen den Großmächten China und Indien balancieren. Bild: Reuters

Die beiden Atommächte China und Indien wetteifern um politischen und wirtschaftlichen Einfluss in der Himalaja-Region. Besonders Nepal mit seiner instabilen Regierung ist Ziel der Machtkämpfe.

          4 Min.

          Während die Welt auf die Corona-Krise und das Ringen in Washington schaut, schlagen Amerikas Rivalen im Himalaja Pflöcke ein: Nach dem Südchinesischen Meer werden die Bergländer nördlich Indiens immer mehr zum Austragungsort geostrategischer Machtspiele. In Nepal, der Region Kaschmir, dem Königreich Bhutan, aber auch im Norden Pakistans geht es um Zugänge zu Wasser, um Wirtschaftskorridore, um militärisches Aufmarschgebiet. Insbesondere um ihren Einfluss in Nepal ringen die beiden Atommächte China und Indien mit Geld, Entwicklungshilfe, Versprechen und Rüstungsgütern. Es ist der Kampf eines Davids mit gleich zwei Goliaths auf beiden seiner Seiten.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          In dem verarmten Pufferstaat wächst das politische Chaos. „Die Instabilität in Nepal ist für seine beiden Nachbarn, Indien und China, von großer Bedeutung“, sagt die Journalistin Sudha Ramachandran aus dem indischen Bangalore. In Anspielung auf die Filmserie spricht sie von einem „Game of Thrones“ in Nepal.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der Afroamerikaner Jaques DeGraff lässt sich im Februar in New York gegen das Corona-Virus impfen.

          Impfung gegen Corona : Die alte Angst der Afroamerikaner

          In den Vereinigten Staaten lassen sich deutlich weniger Afroamerikaner impfen als Weiße. Das liegt auch an Erfahrungen, die Schwarze mit Gesundheitsbehörden gemacht haben. Viele kennen noch das Verbrechen von „Tuskegee“.
          Marieke Lucas Rijneveld, 1991 in Nieuwendijk geboren

          Streit um Gorman-Übersetzung : Alles bewohnbar

          Darf eine weiße Person Amanda Gormans Gedichtband ins Niederländische übertragen? Nach scharfer Kritik gab Marieke Lucas Rijneveld den Auftrag zurück – und antwortet mit einem Gedicht.
          Auf diesem vom Präsidentenamt von El Salvador veröffentlichten Bild überwacht ein Polizist zahlreiche tätowierte Gefängnisinsassen. Im Kampf gegen die Bandengewalt hatte El Salvadors Präsident eine Isolierung aller Häftlinge angeordnet.

          Bukele in El Salvador : Wie ein Präsident die Mordrate halbierte

          El Salvadors Präsident Bukele trägt Baseballkappen und Lederjacken. Er ist ungewöhnlich beliebt. Kein Wunder: Er hat die Mordrate mehr als halbiert. Wie ist ihm das gelungen?