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Neue Konzeptpapiere im Westen : Wie China in Schach gehalten werden soll

Amerikanisches Kampfschiff unterwegs im Südchinesischen Meer Bild: mauritius images / US Navy Photo

Immer mehr westliche Länder verabschieden Konzepte für den Indo-Pazifik-Raum. Aber Amerika, Frankreich, Deutschland und die Niederlande haben unterschiedliche Ansätze.

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          Wie umgehen mit Asien und dessen wachsender Bedeutung? Wie reagieren auf Chinas expansive Politik in der Region? Welche Staaten taugen als Verbündete, und womit lassen sie sich einbinden? Die Antworten der Industrieländer in ihren Indo-Pazifik-Strategien skizzieren die Richtung der Globalisierung. Vor dem Regierungswechsel haben die Amerikaner ihr „Strategisches Rahmenwerk für den Indo-Pazifik“ nun aus der Geheimhaltung befreit. Nach Frankreichs „Verteidigungsstrategie im Indo-Pazifik“ und Berlins „Leitlinien zum Indo-Pazifik“ veröffentlichte Den Haag sein Papier „Indo-Pazifik: ‚Richtlinien für das Stärken der niederländischen und der EU-Zusammenarbeit mit Partnern in Asien‘“. Oberthema aller ist, die Wachstumsregion des 21. Jahrhunderts nicht an China zu verlieren.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Die Papiere der drei Europäer sollen Grundlage eines Asien-Konzeptes der Europäischen Union werden. Das aber wird auf sich warten lassen. Dass sich das Quartett auf den Begriff des „Indo-Pazifiks“ für die Region von „Pakistan bis zu den Pazifikinseln“, wie es in Den Haag heißt, geeinigt hat, ist schon viel. Die Holländer sehen den „Begriff Indo-Pazifik als geostrategisches Konzept“. Dass Deutschland sich „Strategische Leitlinien“ verordnet hat, verleiht der Stoßrichtung weiteres Gewicht. Dennoch unterscheiden sich die Ansätze der Länder enorm. Die Amerikaner versuchen mit Macht, China einzudämmen. Die Europäer sind unterschiedlich vorsichtig, dringen aber alle auf eine Brüsseler Lösung.

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