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Moderne BWL : Das neue Selbstverständnis der Betriebswirtschaftslehre

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Den Chef wählen – kann das funktionieren? Bild: Picture-Alliance

Eine trockene Formelwissenschaft war die alte BWL. Die moderne BWL versteht sich als Gesellschaftswissenschaft. Sie will Unternehmensprozesse optimieren – aber auch Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Fragen geben.

          8 Min.

          Zu den faszinierendsten Selbstverständlichkeiten unserer modernen Gesellschaft gehört die allgegenwärtige und verlässliche Verfügbarkeit des wohl reichsten Spektrums an Waren und Dienstleistungen in der Menschheitsgeschichte. Und obwohl uns heute immer noch globale Herausforderungen wie fehlende Nachhaltigkeit, Armut, Krankheit oder Krieg fordern, ist nicht zu leugnen: Noch nie ging es so vielen Menschen so gut wie heute. Zentraler Schlüsselfaktor für diesen Wohlstand und die damit verbundene Lebensqualität ist die Fähigkeit von Individuen, sich arbeitsteilig in Organisationen – zum Beispiel Unternehmen – zusammenzuschließen.

          Unternehmen sind ein unverzichtbarer Teil unserer gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit als internationaler Großkonzern oder Mittelständler bis hin zum kleinen Handwerksbetrieb, als Start-up oder Traditionsunternehmen. In Unternehmen werden über die Signale der Märkte die Wünsche von Verbrauchern im Wettbewerb miteinander erkannt und in die Leistungsprozesse übersetzt, die für das täglich erlebte Wirtschaftswunder notwendig sind. Allerdings ist es zu kurz gegriffen, Unternehmen auf die soziotechnische Ebene der Güter- und Dienstleistungsproduktion gegen Entgelt und damit ausschließlich auf die Befriedigung von Konsumbedürfnissen und finanzielles Gewinnstreben zu reduzieren.

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