https://www.faz.net/-gqe-9rncm

Solarstrom bis nach Singapur : Australische Milliardäre wollen die Welt retten

So sehen Milliardäre heutzutage aus: Mike Cannon-Brookes Bild: Bloomberg

Sonnenstrom für Singapur und neue Technik gegen Plastikmüll: Zwei Superreiche aus Australien finanzieren ihre Visionen und gewinnen dafür Unterstützer. Die Risiken aber sind groß.

          3 Min.

          Die australische Kohle- und Klimapolitik steht auf der ganzen Welt in der Kritik. Jetzt aber tun sich gleich zwei Milliardäre des Fünften Kontinents hervor, um die Umwelt unter marktwirtschaftlichen Bedingungen zu entlasten. Mike Cannon-Brookes und Andrew Forrest haben zwei völlig unterschiedliche Themen angefasst. Beide aber besitzen Geld und Verbindungen, um Visionen voranzutreiben. Allerdings unterscheiden sie sich wohltuend von ihren Milliardärs-Kollegen Richard Branson oder Elon Musk, die sich teure Wettrennen um die Raumfahrt liefern. Denn Cannon-Brookes und Forrest treten seit Jahren als Wohltäter auf: Forrest kümmert sich mit Stiftungen um Menschenrechte und lässt den globalen Sklaverei-Index veröffentlichen. Cannon-Brookes engagiert sich stark für Klimaschutz in Australien.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Der 39 Jahre alte Unternehmer wird auf rund 9 Milliarden Dollar Vermögen geschätzt, die er als Mitgründer und Co-Vorstandschef des Teamsoftware-Entwicklers Atlassian in Sydney gemacht hat. Cannon-Brookes will mit Freunden eine Unterwasser-Stromleitung bis in den Stadtstaat Singapur verlegen, um Solarstrom zu exportieren. Andrew Forrest hat mit Fortescue Metals den drittgrößten Erz-Konzern hochgezogen und wird auf 7 Milliarden Dollar taxiert. Nun hat der 58 Jahre alte Unternehmer eine Industrie-Initiative gegründet, um rund um die Erde Plastik wiederzuverwerten.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Intimität schafft auch Probleme, und wer die hat, braucht diskrete Helfer.

          Gesundheits-App : Warum alle am Intimarzt graben

          Die anonyme App eines jungen Assistenzarztes kommt riesig an. Dann spürt er Gegenwind. Und hat plötzlich mehr Feinde, als ihm lieb ist. Die Konzerne reiben sich die Hände.
          Seit September 2017 gilt das WLTP, ein weltweit harmonisiertes Prüfprogramm. Hier eine Abgasprüfung beim TÜV Rheinland.

          Das Grenzwert-Drama : 95 Gramm

          Von 2020 an dürfen Neufahrzeuge in Europa im Schnitt nur noch vier Liter Benzin oder dreieinhalb Liter Diesel verbrauchen. Wie es zu einem Grenzwert kam, der die Grenzen der Physik sprengt.