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Lithium-Nachfrage : Australiens Bodenschatz-Barone horchen auf

Bis vor Kurzem war Westaustralien vor allem für die Produktion von Eisenerz bekannt: Hier die Marandoo-Mine in Pilbara 2008. Bild: dpa

Die Batteriefertigung schießt durch die Decke. Dafür wird viel Lithium benötigt. Australien verfügt über große Vorkommnisse – hat den Hype aber bislang verschlafen. Jetzt startet das Land eine Aufholjagd.

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          Rund um die Erde hat das Rennen um Lithium enorm Fahrt aufgenommen. Die deutsche Industrie sicherte sich im Dezember durch ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem bolivianischen Staatskonzern Yacimientos de Litio Bolivianos (YLB) zum Abbau des „weißen Goldes“ in einem Salzsee erstmals wieder Bodenschätze außerhalb der Landesgrenzen. Am anderen Ende der Welt, in Australien, sind erste Unternehmer mit dem Rohstoff für die Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos nun sehr reich geworden. Doch soll das erst der Anfang sein.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Die Aussichten für die Branche erscheinen glänzend: Lithium-Ionen-Batterien werden schon heute in mehr als acht Milliarden Mobiltelefonen genutzt. Die Zahl der derzeit gut drei Millionen Elektroautos, die mit Batterien fahren, wächst jährlich um 50 Prozent. In Deutschland macht die Zulassung aller Elektroautos gerade mal ein Prozent der gesamten Neuzulassungen aus; doch steht das Segment für ein Wachstum von 44 Prozent.

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