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Universitäts-Blockade : Hongkongs Hochschulen im Feuer

Studierende in Hongkong verlassen ihren Campus: Die Chinese University erklärte aufgrund der Proteste und Blockaden das Semester vorzeitig für beendet. Bild: Reuters

Die Universitäten der Finanzmetropole sind auf Studenten vom Festland angewiesen. Weil die Proteste auf den Campus übergreifen, flüchten sie – vielleicht kehren sie nicht zurück.

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          Seitdem in Chinas schönster Stadt die Universitäten brennen, steht Zhang Li, 23 Jahre alt und seit ein paar Monaten im Besitz des Master-Titels, vor einer wichtigen Frage: Soll sie am 2. Dezember während der Abschlusszeremonie der Hongkong-Universität ihr Diplom entgegennehmen? Oder wäre die Reise in die Hongkonger Hochschullandschaft, Chinas neues Kriegsgebiet, zu gefährlich?

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Nachdem Zhang Ende Juli ihr Studium in Hongkong beendet hat, lebt sie wieder bei den Eltern in ihrer Heimatstadt Schanghai. Die Mutter, Hausfrau, und der Vater, angestellt bei einem skandinavischen Technologiekonzern, haben der Tochter das einjährige Aufbaustudium in der 1200 Kilometer entfernten früheren britischen Kolonie mit ungefähr 300.000 Yuan finanziert. Umgerechnet sind das knapp 40.000 Euro. Etwa ein Drittel der Ausgaben entfallen auf Lebenshaltungskosten und Miete, zwei Drittel auf Studiengebühren.

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