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Erfolgsmodell EU : Wider Trumps Wild-West-Politik

  • -Aktualisiert am

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Argentiniens Präsident Mauricio Macri schütteln sich auf dem G-20-Gipfel in Osaka die Hände. Bild: AFP

Ohne Trumps destruktive Handelspolitik würde die EU momentan nicht ein Abkommen nach dem anderen abschließen. Doch in dem jüngsten Deal mit den Mercosur-Staaten gibt es auch einen Wermutstropfen.

          EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström neigt nicht zu Zynismus. Und doch konnte sie es sich nicht verkneifen, einen Gruß an den amerikanischen Präsidenten Donald Trump zum G-20-Gipfel im japanischen Osaka zu schicken und sich bei ihm für die „historische Einigung“ auf das nun vereinbarte Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten zu bedanken. Es stimmt ja. Ohne Trumps destruktive Handelspolitik würde die EU momentan nicht ein Handelsabkommen nach dem anderen abschließen. Mit Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay hat sie zwanzig Jahre um ein Abkommen gerungen. Dynamik aber ist erst nach dem Amtsantritt Trumps wieder in die Gespräche gekommen.

          Es geht darum, Zeichen zu setzen. Jedes Abkommen ist für die Beteiligten ein Bekenntnis zu einem auf Regeln basierten multilateralen Handel. Jede Unterschrift die kompakte Antwort auf Trumps Twitter-Handels-Wild-West-Politik. Trump droht mit Handelskriegen. Die EU verhandelt Kompromisse, selbst wenn Partner wie der umstrittenen brasilianische Präsident Jair Bolsonaro Bauchschmerzen bereiten. So sehr Trump die Handelspartner der Vereinigten Staaten immer wieder in die Defensive drängt – deren unerschütterliches Festhalten an der Welthandelsorganisation und dem regelbasierten Handel macht Hoffnung, dass in einer Nach-Trump-Ära eine Rückkehr zu dem für alle Seiten vorteilhaften gedeihlichen Miteinander in der Handelspolitik möglich ist.

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          Hendrik Kafsack

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

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