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Wahrheit als Währung : Weshalb sich der Journalismus nicht neu erfinden muss

Das Informationsbedürfnis steigt in unsicheren Zeiten. Bild: dpa

Muss sich der Journalismus neu erfinden? Nein, die alten Werte sind eine Währung. Alles richtig macht, wer sie weiterhin beachtet. Ein Essay.

          6 Min.

          Es ist mit der Wahrheit wie mit der Währung. Ist Falschgeld im Umlauf, und zwar so viel, dass Falschgeld nicht Ausnahme ist, sondern die Regel, dann nimmt gar keiner mehr einen Geldschein an. Wenn jeder erst mal beweisen muss, dass sein Hunderter echt ist, dann bricht der ganze Geldverkehr zusammen. In der öffentlichen Debatte sind wir zunehmend mit exakt diesem Phänomen konfrontiert.

          Angeblich sind alle Informationen interessengeleitet, außer sie kommen von dem Absender, dem man gerade glaubt. Und es gibt inzwischen viele Menschen, die die Ängste, die eine verwirrende Welt auszulösen imstande ist, nur durch den Blick auf objektiv fragwürdige Einflüsterer aushalten. Die aber stellen eine vermeintliche Wahrheit in ihrer Schlichtheit der komplizierten Realität entgegen. Und dann hat es eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Fakten oder gar eine Suche nach denselben schwer.

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