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Saudische Wirtschaft : Die Scheichs brauchen das Geld

Mohammed bin Salman, Kronprinz von Saudi-Arabien (rechts) mit dem Kronprinzen der Vereinigten Arabischen Emirate (links) und Abed Rabbo Mansur Hadi, Präsident vom Jemen (mitte), am 5. November 2019 in Riad. Bild: dpa

Saudi-Arabiens Kronprinz will das Königreich umbauen und die Wirtschaft unabhängig von Ölpreisen gestalten. Doch vor allem international steht der Regierung ihr eigenes Image im Weg.

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          Wenn Muhammad bin Salman auf den anstehenden Börsengang des staatlichen Ölkonzerns Aramco blickt, müsste er sich an die Bilanz seines gesamten Reformprojektes erinnert fühlen: Mit großen Ambitionen gestartet, weitaus langsamer fortgeschritten als erwartet, nicht der angekündigte Triumph. Mit den 2 Billionen Dollar, die der mächtige saudische Kronprinz als Messlatte ausgegeben hat, dürfte der Wert des Unternehmens am Ende nicht angegeben werden, wenn der erste Aktienkurs feststeht. Es scheint, als wäre der ehrgeizige Thronfolger bereit, sich mit einer bescheideneren Ausbeute zufriedenzugeben.

          Christoph Ehrhardt

          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Dabei könnte die Führung in Riad das Geld sehr gut gebrauchen. Denn die „Agenda 2030“, mit der Muhammad bin Salman das Königreich unabhängig von den Öleinnahmen machen will, erweist sich ebenfalls als ein Projekt, das nicht so einfach in die Tat umgesetzt werden kann. Noch hängen Wirtschaftsleistung und Staatsfinanzen maßgeblich am Ölpreis. Er entscheidet darüber, welche Summe in die Modernisierung des Landes fließen kann, etwa in milliardenschwere Entwicklungsprojekte wie die geplante Hightech-Megacity „Neom“. Die Fachleute der Ratingagentur Fitch gehen davon aus, dass das saudische Haushaltsdefizit von 5,9 Prozent im vergangenen Jahr auf 6,7 Prozent in diesem Jahr steigt. Die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds haben ihre Wachstumserwartung von 1,9 Prozent auf 0,2 Prozent nach unten korrigiert.

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