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Präsident des Bundesfinanzhofs : „Das Homeoffice wird zur Gerechtigkeitsfrage“

Im Gespräch: Rechtswissenschaftler Rudolf Mellinghoff ist seit Ende Oktober 2011 Präsident des Bundesfinanzhofs Bild: Andreas Pein

Rudolf Mellinghoff ist der Präsident des Bundesfinanzhofs. Im Interview spricht er über nötige Steuerreformen, den bizarren Streit um Apples Milliarden und Rechtsstreitigkeiten durch Corona.

          6 Min.

          Herr Mellinghoff, Sie haben etliche Jahre als Finanzrichter das Steuerrecht in Deutschland geprägt, zuletzt als Präsident des Bundesfinanzhofs. Gibt es etwas, das Sie am Steuerrecht nervt?

          Corinna Budras

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Natürlich. Was mich über die vielen Jahrzehnte immer gestört hat: dass trotz aller Bemühungen das Steuerrecht immer komplizierter geworden ist. Man verzweifelt gelegentlich.

          Selbst Sie?

          Es gibt viele unnötige Regelungen, die das Steuerrecht kompliziert und unübersichtlich machen. Teilweise fragt man sich auch nach dem Sinn mancher Regelungen. Ich könnte als Beispiel die Mobilitätspauschale nennen oder auch die befristete Mehrwertsteuersenkung, die seit Juli in Kraft ist. Da frage ich mich: Muss das sein?

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