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Nach Beschwerde : Werberat rügt Brauerei wegen Bierdeckel

Bild: dpa

Alkohol dürfe nicht als „Schlüssel für Glücksmomente“ angepriesen werden. Die Brauerei sieht „scheinheilige Moralisten“ am Werk und will die gerügten Bierdeckel nachdrucken lassen.

          Ein Bierdeckel des Hofbräuhauses Traunstein erzürnt den Deutschen Werberat, weil er nach deren Einschätzung die „Verhaltensregeln für eine verantwortliche Alkoholwerbung“ missachte. Der Bierdeckel zeigt ein Paar in inniger Umarmung, die lachende Frau hält dabei ein frisches Weißbier in der Hand, darüber steht der Slogan „Hilft in Sekunden – wirkt für Stunden“.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Laut Werberat entstehe beim Betrachter der Eindruck, „dass sich der Konsum des Biers positiv auf das Verhältnis zwischen Mann und Frau auswirkt“. Die Alkoholbranche habe sich aber im Rahmen der Selbstkontrolle dazu verpflichtet, Alkohol nicht als „Schlüssel für Glücksmomente“ anzupreisen.

          Die Traunsteiner Brauerei gibt sich von der Rüge unbeeindruckt und sieht „scheinheilige Moralisten“ am Werk. Die gerügte Aussage sei beabsichtigt. Schon vor der Rüge hatte die Brauerei trotzig angekündigt, den Bierdeckel, der seit 2005 verteilt und in Gaststätten ausgelegt wird, nochmals in „Millionenhöhe“ nachdrucken zu lassen.

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