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New York : Schicksalswahl im „Big Apple“

Guter Ausblick? Aufbruchstimmung mischt sich in New York mit wirtschaftlichen Sorgen. Bild: AFP

New York sucht in der Krise einen neuen Bürgermeister. Das Feld der Bewerber ist groß. Wer macht das Rennen um das Chefbüro in der City Hall?

          6 Min.

          Es war eine gute, ja fast triumphale Woche in New York. Andrew Cuomo lud am Dienstag in den höchsten Wolkenkratzer der Stadt ein, das World Trade Center mit der Hausnummer eins, und er verkündete eine sehnlich erwartete Nachricht: So gut wie alle Corona-Restriktionen sollen mit sofortiger Wirkung fallen. „Wir können jetzt zu dem Leben zurückkehren, wie wir es kennen“, jubelte der Gouverneur des Bundesstaats, zu dem New York gehört. Keine Abstandsregeln mehr in Restaurants und Kinos, keine Masken mehr beim Frisör. New York soll sich weitgehend normal anfühlen und vielleicht auch wieder dem Ruf gerecht werden, die Stadt zu sein, die niemals schläft.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Möglich wurde das, weil der Bundesstaat einen Meilenstein erreicht hat: 70 Prozent der Menschen haben mindestens eine Impfung bekommen. „Gebt New Yorkern eine Runde Applaus“, ermunterte Cuomo die versammelten Honoratioren. Zur Feier des Tages ließ er im Hafen ein Feuerwerk zünden, das Empire State Building erstrahlte in Blau und Gold, den Farben des Bundesstaats. Und der Gouverneur war nicht der Einzige, der gute Laune verbreitete. Am gleichen Tag hielt auch Bürgermeister Bill de Blasio eine Pressekonferenz, und was bis vor Kurzem ein Anlass für Krisenkommunikation war, fiel diesmal um einiges unbeschwerter aus. De Blasio sprach ausführlich über die Ergebnisse einer Umfrage unter New Yorkern nach ihrem liebsten Pizzabelag: „Meine Damen und Herren, Salami hat gewonnen“, sagte er und biss herzhaft in ein Pizzastück. Tags zuvor hatte er schon eine große Parade angekündigt, um „New York Citys Rückkehr“ zu feiern.

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