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Weniger Neuzulassungen : Trend zum Kleinstwagen

Typischer Reflex: Weil der deutsche Automarkt nicht in Fahrt kommt und selbst im traditionell wichtigen Monat Mai die Zahl der Monat Mai die Zahl der Neuzulassungen gesunken ist, ruft die Autolobby nach der Politik.

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          Typischer Reflex: Weil der deutsche Automarkt nicht in Fahrt kommt und selbst im traditionell wichtigen Monat Mai die Zahl der Neuzulassungen gesunken ist, ruft die Autolobby nach der Politik.

          Wahlweise soll die Regierung Anreize zum Umstieg auf verbrauchsärmere Autos geben, die Pendlerpauschale ausweiten oder über Steuersenkungen für billigeren Kraftstoff sorgen. Auf jeden Fall soll sie den Autofahrer in Zeiten der Rekordpreise für Benzin und Diesel entlasten, weil Autofahren kein Luxus werden dürfe. Derlei Forderungen sind populistisch und tragen nicht dazu bei, potentiellen Autokäufern verlässliche Entscheidungshilfe zu geben.

          Den Umsteigern nicht vor den Kopf stoßen

          Nichts gegen eine generelle Entlastung der Steuerzahler, doch mit nach Marktlage beschlossenen einzelnen Steuervergünstigungen sendete die Regierung an die Verbraucher das verfehlte Signal, sparsamer Umgang mit Kraftstoff sei nicht mehr so wichtig. Damit stieße sie ausgerechnet jene vor den Kopf, die aus dem Energiepreisanstieg nun die kluge Lehre ziehen, auf ein sparsameres Modell umzusteigen.

          Im Mai setzte sich der Trend zu Kleinstwagen fort mit einem Zulassungsplus von immerhin 15 Prozent, während Mittel- und Oberklassefahrzeuge weniger gefragt waren.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

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