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Brexit : London verliert Finanz-Arbeitsplätze

  • Aktualisiert am

Weniger Jobs für Londons Bankenviertel Canary Wharf. Bild: Reuters

Londoner Banken stellen weniger Personal ein. Die Folgen des Brexit werden in den Finanzvierteln spürbar.

          Stellenausschreibungen in Londons Finanzbranche sind laut einer Umfrage im Dezember gegenüber dem November um 52 Prozent zurückgegangen. Das ist der größte Rückgang seit drei Jahren. Die Personalberatung Morgan McKinley sagt, der Rückgang sei zwar auch auf die Weihnachtsfeiertage zurückzuführen – vor allem aber deute er auf einen „Brexodus“ von Finanz-Arbeitsplätzen hin. Schließlich seien die Stellenangebote auch im Vergleich zum Vorjahr gesunken, und zwar um 37 Prozent.

          „Im Dezember brummt die Stadt vor Weihnachtsfeiern und keiner stellt neu ein, da ist ein Rückgang zu erwarten“, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht, „aber so ein erdrutschartiger Rückgang ist alarmierend.“

          Banken stellen in Frankfurt ein

          Gleichzeitig beginnen die Investmentbanken Goldman Sachs, JP Morgan Chase und Morgan Stanley laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, in Frankfurt Banker einzustellen. 14 Monate vor dem offiziellen EU-Austritt Großbritanniens sind viele Vereinbarungen über das künftige Verhältnis noch nicht getroffen – die Bankmanager haben das Gefühl, sie müssten jetzt handeln. „Viele Banken stellen jetzt so viel ein, dass sie wenigstens die Mindestanforderungen an Personal erfüllen können“, sagt Personalberater Tim Zuehlke der Nachrichtenagentur. Zudem sichern sich Banken in Frankfurt derzeit Plätze an Privatschulen.

          Nur die Deutsche Bank hat die Zahl der Stellen, die sie von London nach Frankfurt holt, nach unten korrigiert. „Die Zahl 4000 ist viel zu hoch“, sagte Vorstandschef John Cryan in einem Interview vom Samstag.

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