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Corona : Wie man die Impfmüdigkeit besiegt

Am vorigen Sonntag wurden so wenige Menschen geimpft wie zuletzt im Februar. Woran liegt das? Bild: dpa

Das Impfen hat an Attraktivität verloren. Welche Lockmittel helfen, welche nicht? Bei der Antwort auf diese Frage hilft eine nüchterne Analyse von Aufwand und Nutzen.

          6 Min.

          Wieder einmal hat die deutsche Corona-Politik das Erwartbare nicht erwartet. Seit Jahresbeginn hatte sie sich darauf konzentriert, den Mangel an Impfstoff zu verwalten. Was geschehen würde, wenn sich für das Vakzin gar nicht mehr genügend Abnehmer fänden, an die Stelle des Impfneids also die Impfmüdigkeit treten würde: Darauf hatte sie bislang nicht allzu viele Gedanken verschwendet, obwohl nicht nur Fachleute, sondern auch halbwegs vernunftbegabte Laien seit Monaten vorausgesagt hatten, dass dieser Punkt irgendwann erreicht sein würde. Jetzt ist es geschehen: Am vorigen Sonntag wurde so wenig Impfstoff unters Volk gebracht wie zuletzt im Februar.

          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Die Debatte darüber konzentrierte sich zunächst auf Impflinge, die zum vereinbarten Termin nicht erscheinen. Das größere Problem indes sind längst diejenigen, die sich für die Immunisierung gar nicht erst anmelden. Andere Länder wie die Vereinigten Staaten, die mit ihrer Impfkampagne schneller waren als die Bundesrepublik, kennen das Problem schon etwas länger.

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