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Homeoffice : Lasst uns wieder ins Büro!

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Vermischung der Welten: Im Homeoffice mussten viele Arbeitnehmer Privates und Berufliches voneinander trennen. Bild: dpa

Vor der Corona-Krise war Homeoffice für viele Arbeitnehmer die Wunschvorstellung. Doch jetzt reicht es den Deutschen auch mal.

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          Nach fast drei Monaten im Homeoffice haben viele Deutsche wieder Lust aufs Büro – so zeigt es zumindest eine internationale Umfrage der Kommunikationsberatung Kekst CNC, die der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vorliegt. In sechs Ländern wurden die Menschen gefragt, was sie daran hindere, ins Büro zurückzukehren. In Frankreich, Großbritannien, Schweden, den Vereinigten Staaten und in Japan antwortete jeweils mindestens die Hälfte der Befragten mit „die Angst vor dem Virus“.

          Nur in Deutschland war das anders: Die häufigste Antwort hieß hier „Es gibt keine nennenswerten Hindernisse“, wenn auch nur mit rund 36 Prozent. Der Wunsch nach Homeoffice scheint derzeit nicht mehr besonders ausgeprägt zu sein: Nur 18 Prozent der Deutschen nannten als Hindernis für die Rückkehr, dass sie von zu Hause aus arbeiten wollten – viel weniger als in den anderen Ländern.

          Das heißt allerdings nicht, dass die Deutschen nie wieder ins Homeoffice gehen wollten. Unabhängig von ihrer aktuellen Situation allerdings wünschen sich insgesamt mehr als 70 Prozent der Deutschen, dass Heimarbeit grundsätzlich häufiger wird. Der Wunsch nach flexibleren Arbeitszeiten ist mit 77 Prozent Zustimmung noch größer. Auch die Skepsis gegenüber der Globalisierung bricht sich in der Umfrage Bahn: 76 Prozent wünschen sich, dass mehr Produkte in Deutschland produziert werden. 61 Prozent wünschen sich, dass mehr Produkte aus Deutschland gekauft werden.

          Für die Umfrage ließ die Kommunikationsberatung Kekst CNC in der ersten Juniwoche in jedem Land jeweils 1000 Menschen befragen. Dabei zeigte sich auch: Zwei Drittel der Deutschen rechnen damit, dass sie frühestens im nächsten Jahr so viel Geld für Reisen und für Luxusartikel ausgeben wie zuvor.

          Das deutsche Krisenmanagement gilt als vorbildlich – nicht nur in den anderen Ländern, in denen Deutschland immer auf Rang 1 oder 2 steht, sondern auch im Land selbst. Der Anteil derer, die die Arbeit der Bundesregierung befürworteten, lag um 54 Prozentpunkte über denen, die die Arbeit schlecht fanden. Kanzlerin Angela Merkel erntete 48 Prozentpunkte Zustimmung. Sogar unter den AfD-Wählern bescheinigten ihr 30 Prozent positives Handeln.

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