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Deutsche Post : Wen die Portoerhöhung am meisten kostet

Briefeschreiben wird teurer Bild: dpa

Die Deutschen schreiben immer weniger Briefe, daher regt sie die verbraucherunfreundliche Portoerhöhung kaum auf. Aber für manche kostet sie auch Millionen.

          Das Ärgerliche an der Portoerhöhung sind nicht die 2 Cent mehr, die man auf einen Standardbrief kleben muss. Obwohl das, gemessen an der allgemeinen Teuerungsrate, schon ein sehr happiger Aufschlag ist, den sich die Post von der Netzagentur eigens genehmigen lassen muss. Bei den wenigen Briefen, welche die Deutschen noch schreiben, wird sich darüber allerdings kaum jemand ernsthaft aufregen. Das weiß auch die Post.

          Seit 2013 setzt sie ihr Porto jedes Jahr in kleinen Cent-Schritten herauf, so wie es die geänderten gesetzlichen Regelungen zulassen. Und genauso regelmäßig darf man dann wieder nach neuen Ergänzungsmarken anstehen, um die Altbestände aus den Tiefen der Schublade weiter nutzen zu können. Verbraucherfreundlich sieht anders aus. Die Umstandskrämerei kann der Post gleichgültig sein, private Briefeschreiber haben ja ohnehin keine Alternative.

          Richtig teuer wird die Portoerhöhung für die Großkunden: Denn das Porto für den Standardbrief ist ein Eckwert, von dem sich auch die Preise für Massenversender wie Banken und Versicherungen ableiten. Da geht es nicht mehr um Cent-Fuchserei, sondern um Millionenbeträge. Und deshalb waren am Mittwoch wenigstens die Post-Aktionäre mit der Portoerhöhung auch hoch zufrieden.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

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