https://www.faz.net/-gqe-96945

Davos : Weltwirtschaftsforum setzt auf Frauenrechte

  • Aktualisiert am

Pressekonferenz für das diesjährige Weltwirtschaftsforum Bild: EPA

Das Weltwirtschaftsforum möchte mit sieben weiblichen Ko-Vorsitzenden „ein starkes Signal“ senden. Zudem äußert sich Präsident Brende zur #MeToo-Debatte.

          Zur Lösung der Krisen in der Welt müssen nach Ansicht des Weltwirtschaftsforums (WEF) Frauenrechte und Gleichberechtigung weiter gestärkt werden. „Wir werden weltweit nichts erreichen, wenn die Hälfte der Erdbevölkerung nicht dieselben Möglichkeiten hat“, sagte WEF-Präsident Borge Brende. Er verwies darauf, dass alle Ko-Vorsitzenden der bevorstehenden WEF-Jahrestagung in Davos (23. bis 26. Januar) Frauen seien – darunter die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg und die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde.

          „Mit den sieben weiblichen Ko-Chairs senden wir ein starkes Signal aus, dass Gleichberechtigung und Frauenrechte im Zentrum einer zukunftsorientierten Politik für die Welt stehen“, sagte Brende. Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um sexuelle Übergriffe auf Frauen ergänzte er: „Und #MeToo ist ein Teil davon, denn wir haben in dieser Hinsicht seit Jahrzehnten ein völlig inakzeptables Verhalten erlebt.“

          Die jüngsten Enthüllungen etwa um den Filmproduzenten Harvey Weinstein seien schockierend gewesen. „Aber wir werden den Fortschritt der Gleichberechtigung in der Welt weiter vorantreiben“, sagte der norwegische Ex-Außenminister. Frauenrechte und Gleichberechtigung seien universelle Werte, nicht speziell westliche. „Ich hoffe, dass das 21. Jahrhundert ein Jahrhundert der Frauen- und der Geschlechtergleichheit wird.“

          Weitere Themen

          Zahlen Inselbewohner bald extra?

          FAZ Plus Artikel: Paketzustellung : Zahlen Inselbewohner bald extra?

          Fürs Porto gilt bislang: Alle zahlen gleich viel, solang nach Deutschland versendet wird. Doch Pakete auf Inseln zu bringen, wird der Post inzwischen zu teuer. Sie erwägt einen Zuschlag – doch dagegen gibt es Proteste.

          Indien verbietet E-Zigaretten Video-Seite öffnen

          Todesfälle durch Vaping : Indien verbietet E-Zigaretten

          In letzter Zeit kam es aber vermehrt zu Lungenkrankheiten und sogar Todesfällen, die Ärzte auf das sogenannte Vaping zurückführen. Viele Regierungen stören sich auch daran, dass die Industrie gezielt Jugendliche anspricht.

          Topmeldungen

          Reformpaket gegen Klimawandel : Der Tag der Entscheidung

          Nach monatelangen Debatten steht die Bundesregierung vor einer klimapolitischen Richtungsentscheidung. Verschiedene Maßnahmen stehen zur Wahl. Eine Übersicht.

          „Downton Abbey“ im Kino : Flucht in die heile Adelswelt

          „Downton Abbey“, der Kinofilm, ist das polierte Produkt der Brexit-Jahre: ein nostalgischer Blick auf die Welt des englischen Adels und eine Aufforderung, sich vor der politischen Gegenwart zu verstecken.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.