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Berlin abgeschlagen : In diesen Städten geht es Start-ups am besten

Schön ist’s hier. Das finden nicht nur die Politiker, sondern auch Start-up-Gründer. Bild: AFP

Alle wollen Start-ups. Doch das beste Klima hat nicht etwa das Silicon Valley, schon gar keine deutsche Stadt – sondern Amerikas Hauptstadt Washington, zeigt eine neue Studie. Und der Spitzenreiter in Deutschland ist nicht Berlin.

          Dem Geheimnis des Silicon Valley sind viele auf der Spur. Von unumstritten hoher Bedeutung sind die vielen wagemutigen Gründer, die sich besessen von ihrer Geschäftsidee an die Umsetzung machen.

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

          Schwieriger fällt da schon schon eine Antwort auf die Frage, woher diese Leute kommen. Besitzen sie von vornherein ein Gründergen oder entsteht der Gründergeist vielmehr durch eine gezielte Förderung und ein attraktives Umfeld? Viele Regierungen versuchen, solche Gründer-Hubs gezielt zu fördern, damit sich junge Entrepreneure gegenseitig befruchten und eine blühende Start-up-Landschaft entsteht.

          Washington siegt

          Der neue „Global Talent Competitiveness Index“ – zu deutsch etwa: Globaler Talent-Wettbewerbsfähigkeits-Index – hat 114 Städte rund um die Welt darauf hin untersucht, wo das am besten gelingt. Und der Sieger liegt nicht in Kalifornien und heißt schon gar nicht Berlin, sondern etwas überraschend Washington D.C.

          Die amerikanische Hauptstadt hat sich vor Kopenhagen und Oslo durchgesetzt. Mit Wien und Zürich folgen weitere europäische Städte vor Boston. Unter den ersten zehn landeten mit Ausnahme von Südkoreas Hauptstadt Seoul (10.) nur europäische und amerikanische Städte. Deutsche Metropolen schafften den Sprung nach ganz vorne allerdings nicht. Die beste Platzierung erzielte München mit Rang 20. Berlin, über dessen Startup-Szene häufig gesprochen wird, landet nur auf Platz 32, die Bankenmetropole Frankfurt auf 39.

          Für die Bewertung wurden die Städte bezüglich ihrer Qualitäten auf fünf Feldern bewertet: Forschung, Internationalität, Attraktivität, Entwicklungschancen und die Bedingungen im Umfeld. Der Sieger Washington schnitt dabei gleich in vier Kategorien hervorragend ab. Eine dynamische Bevölkerungsentwicklung, eine stabile Wirtschaft, eine hervorragende Infrastruktur sowie hochqualifizierte Arbeitskräfte und hervorragende Bildungseinrichtungen wie die Georgetown-University gaben den Ausschlag.

          Deutschland auf Platz 14

          Wie es in dem Bericht weiter heißt, seien Städte besser in der Lage, ein gründerfreundliches Klima zu schaffen als dies mit nationalen Programmen möglich sei. „Sie sind flexibler und könnten sich rascher an neue Trends anpassen, da Änderungen an Rahmenbedingungen durch eine Kommune wesentlich schneller erfolgen können“, sagte Insead-Direktor Bruno Lanvin während der Vorstellung der Studie am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Zudem bevorzugten gerade junge Gründer eher ein urbanes Umfeld als ländliche Regionen.

          Der „Global Talent Competitiveness Index“ wird im Auftrag des Indstriekonzerns Tata, des Personaldienstleisters Adecco sowie der Business School Insead erstellt. Insgesamt kommt er zu dem Ergebnis, dass die Schweiz, Singapur und die Vereinigten Staaten immer noch am attraktivsten für Hochqualifizierte sind, während Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika eine starke Abwanderung von Talenten hinnehmen müssen. Außer Singapur und Amerika schafften nur europäische Länder den Sprung unter die besten zehn. Deutschland landete auf Platz 14, hinter Island und vor Kanada. „Die Spitze ist relativ stabil“, sagt Studienautor Felipe Monteiro.

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