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Abendessen in Davos : SAP-Chef über Trump: Er hat „Schwung gebracht“

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Donald Trump im Gespräch mit SAP-Chef Bill McDermott, auf der anderen Seite aß der Siemens-Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser. Bild: AP

Abendessen mit dem Präsidenten auf dem Weltwirtschaftsforum: Direkt neben Donald Trump speisten die Vorstandsvorsitzenden von Siemens und SAP. Sie lobten nicht nur die Steuerreform.

          An der Seite deutscher Spitzenmanager hat der amerikanische Präsident Donald Trump am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zu Abend gegessen. Links neben ihm saß Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser, rechts neben ihm der Vorstandsvorsitzende des Softwareunternehmens SAP, Bill McDermott. Die deutschen Konzernlenker lobten den Präsidenten für seine Steuerreform.

          „Glückwunsch zur Steuerreform“, sagte etwa Joe Kaeser. Angesichts der erfolgreichen Reform habe Siemens entschieden, eine neue Generation von Gasturbinen in den Vereinigten Staaten zu entwickeln. McDermott betonte, Trump habe „Schwung in die Weltwirtschaft gebracht“. Der amerikanische Präsident wiederum sagte, mit der Reform flössen „Milliarden und Abermilliarden Dollar“ in die Vereinigten Staaten.

          Mit dabei waren außerdem der Adidas-Vorstandsvorsitzende Kasper Rorsted, Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger sowie Werner Baumann vom Chemiekonzern Bayer. Trump wollte das Treffen nutzen, um für den Wirtschaftsstandort Amerika zu werben.

          Trump wurde während des Dinners von Mitgliedern seiner Regierung begleitet, darunter Außenminister Rex Tillerson, Heimatschutzministerin Kirstjen Nielson und der Nationale Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster. Neben der starken deutschen Fraktion waren auch Unternehmer aus Großbritannien, Norwegen und der Schweiz dabei.

          Siemens-Chef Kaeser war bereits Teil der Delegation, die Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihres Antrittsbesuches in Washington begleitet hatte. Für den Münchner Technologiekonzern sind die Vereinigten Staaten der größte Einzelmarkt. Siemens setzte in dem Land im Jahr 2016 knapp 24 Milliarden Dollar (aktuell 19,6 Milliarden Euro) um und beschäftigte 50.000 Mitarbeiter in Amerika. Damit erzielte Siemens mehr als ein Viertel seines weltweiten Umsatzes in den Staaten.

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