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Weltwirtschaftsforum : Nordkorea wird aus Davos ausgeladen

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Im Alpenkurort Davos treffen sich ab 20. Januar wieder Spitzenpolitiker und Manager und reden über die Welt. Bild: WEF/swiss-image.ch/Andy Mettler

Eigentlich hatten die Organisatoren in diesem Jahr Nordkorea zum Weltwirtschaftsforum nach Davos eingeladen. Doch wegen der Atomtests machen die Veranstalter jetzt eine Kehrtwende.

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          Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat eine Einladung an die Regierung Nordkoreas zur Teilnahme an seiner diesjährigen Tagung in Davos zurückgezogen. Als Grund nannte WEF-Vorstandsmitglied Philipp Rösler am Mittwoch am WEF-Sitz in Cologny bei Genf den kürzlich von Pjöngjang durchgeführten Atomwaffentest.

          Nach langen Jahren der politischen Isolation Nordkoreas habe sich das WEF im vergangenen Jahr angesichts gewisser Anzeichen für Dialogbereitschaft seitens des Regimes zu einer Einladung entschlossen, erklärte der frühere Bundeswirtschaftsminister. Nordkorea habe daraufhin auch eine „hochrangige Delegation“ für das Treffen (vom 20. bis 23. Januar) in Davos angemeldet.

          Der frühere Gesundheitsminister Philipp Rösler, inzwischen WEF-Vorstandsmitglied, erläutert die Gründe für die Ausladung Nordkoreas.

          Dies sei aber nach dem Atomtest als nicht mehr angemessen erschienen, so dass die Einladung zurückgenommen worden sei, sagte Rösler. Die Regierung in Pjöngjang hatte vor einer Woche erklärt, bei dem Atomtest habe das Land erstmals eine Wasserstoffbombe gezündet.

          Zu dem WEF-Treffen in Davos haben sich mehr als 40 Staats- und Regierungschefs sowie insgesamt 2500 hochrangige Spitzenpolitiker, Topmanager und führende Wissenschaftler aus mehr als 100 Ländern angesagt.

          Auch Merkel wird nicht kommen

          Bundeskanzlerin Angela Merkel wird in diesem Jahr nicht dabei sein. Höchster Repräsentant Deutschlands wird Bundespräsident Joachim Gauck sein, der am Eröffnungstag eine Rede hält. Zur Regierungsdelegation aus Berlin gehören Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sowie weitere Kabinettsmitglieder.  

          Aus den Vereinigten Staaten wird Vizepräsident Joe Biden erwartet. Zugesagt haben neben anderen Regierungschefs auch der britische Premierminister David Cameron sowie der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu und der griechische Regierungschef Alexis Tsipras. Angesichts der jüngsten Terroranschläge hat die Schweiz mit Tausenden von Soldaten und Polizisten besondere Sicherheitsvorkehrungen für die Beratungen in Davos getroffen. Das übergreifende Motto der diesjährigen Tagung lautet „Die Meisterung der vierten industriellen Revolution“.

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