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Handelskommissarin in Davos : „Die EU stellt keine Bedrohung der amerikanischen Sicherheit dar“

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström zeigt sich zuversichtlich in Davos. Bild: EPA

Gelten demnächst zusätzliche Autozölle zwischen Amerika und Europa? Die zuständige EU-Kommissarin ist zuversichtlich, dass es nicht so kommt.

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          In der zweiten Hälfte des Weltwirtschaftsforums in Davos breitet sich leichte Zuversicht aus. Man könne darauf hoffen, dass das Jahr 2019 für den Außenhandel besser werde als 2018, lautete der Tenor einer Veranstaltung zum globalen Handel.

          Als eine wesentliche Ursache wird ein Meinungswandel in Washington vermutet, wo Präsident Donald Trump, aller aggressiven Rhetorik zum Trotz, mit Blick auf seine Wiederwahl im Jahre 2020 an Handelsabkommen interessiert sein müsste.  „Ich bin zuversichtlich, dass zusätzliche Autozölle zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union vermieden werden können", sagte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström.

          Nicht nur in Europa, auch in den Vereinigten Staaten halte die Industrie solche Zölle für schädlich. Malmström wandte sich entschieden gegen die Vorstellung, die Vereinigten Staaten könnten solche Zölle mit strategischen verteidigungspolitischen Argumenten begründen. „Die Europäische Union stellt keine Bedrohung der amerikanischen Sicherheit dar“, sagte Malmström. Sollten die Vereinigten Staaten doch die Zölle erhöhen, werde die EU Gegenmaßnahmen beschließen.

          Deutschland werde oft sein hoher Außenhandelsüberschuss vorgeworfen, aber die Statistiken seien unvollständig und verzerrten die Realität, sagte wiederum Christian Sewing, der Vorstandschef der Deutschen Bank. Sewing beklagte im internationalen Vergleich ein „digitales Defizit“ Deutschlands, das mit den offiziellen Außenhandelszahlen verrechnet werden müsse.

          Er warb dafür, gerade unter jenen Menschen für die Globalisierung zu werben, die ihr skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen. Er schlug vor, einen Teil der Gewinne aus dem Außenhandel für Investitionen in den Schutz der Umwelt zu verwenden.

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