https://www.faz.net/-gqe-8qda0

Davos 2017 : Welche Gäste das Forum in diesem Jahr anlockt

          2 Min.

          Mehr als 3000 Besucher aus mehr als 100 Ländern kommen in diesem Jahr nach Davos. Die größte Aufmerksamkeit dürfte Xi Jinping finden, der Staats- und Parteichef aus China. Denn natürlich sind seit vielen Jahren auch die Chinesen auf dem Weltwirtschaftsforum vertreten, aber ein Staatspräsident war noch anwesend.

          Xis Auftritt wird umso interessanter, als sich der künftige amerikanische Präsident Donald Trump mehrfach kritisch über die chinesische Währungspolitik geäußert hat. Die neue politische Elite Amerikas wird dagegen, fraglos bedingt durch den Machtwechsel in Washington, nur schwach in Davos vertreten sein. Immerhin entsendet Trump mit Anthony Scaramucci einen künftigen ranghohen Berater, der als Gründer des Hedgefonds Skybridge die in Davos anwesende Finanzelite aus früheren Zeiten gut kennt. Von der alten Administration reisen Vizepräsident Joe Biden und Außenminister John Kerry an.

          Auffallend ist wiederum die Abwesenheit wichtiger Politiker aus Russland, das früher auf dem Weltwirtschaftsforum deutlich präsenter war. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird zum zweiten Mal in Folge nicht nach Davos kommen. Im vergangenen Jahr trat Bundespräsident Joachim Gauck auf dem Forum auf; in diesem Jahr dürfte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, ein regelmäßiger Besucher des Weltwirtschaftsforums, der höchstrangige Vertreter Deutschlands sein. Mit Spannung erwartet wird Theresa May, die britische Premierministerin. Insgesamt sollen mehr als 40 Staats- und Regierungschefs anreisen, darunter auch wieder Jacob Zuma, der Staatspräsident Südafrikas. Auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat sich angemeldet, ebenso Philippe König der Belgier.

          Traditionell gut besucht wird das Forum von Chefs internationaler Organisationen. In diesem Jahr werden unter anderem António Guterres, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Christine Lagarde, die Generaldirektorin des Internationalen Währungsfonds, Jim Yong Kim, der Generaldirektor der Weltbank, und Thomas Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Kommittees, anwesend sein.

          Mehr als 1000 Besucher sind Topmanager großer Unternehmen; und so ist es erklärlich, warum die Amerikaner kaum Politiker nach Davos entsenden, aber auf insgesamt rund 800 Teilnehmer in Davos kommen. Das Weltwirtschaftsforum ist ein Pflichttermin in der Agenda der führenden Manager nicht nur aus den Vereinigten Staaten. Die Liste ist sehr lang; Sheryl Sandberg (Facebook) kommt ebenso wie Jamie Dimon (JP Morgan Chase), Lloyd Blankfein (Goldman Sachs), Kurt Bock (BASF), John Cryan (Deutsche Bank) und Axel Weber (UBS). Auch zahlreiche Ökonomen sind vertreten, darunter die Nobelpreisträger Joe Stiglitz und Robert Shiller. Larry Summers wird sein Lieblingsthema „säkulare Stagnation“ erörtern.

          Traditionell wird Davos auch von vielen Menschen besucht, die nicht der politischen oder wirtschaftlichen Elite angehören. Dazu zählen Vertreter der Zivilgesellschaft ebenso wie Künstler. So reisen in diesem Jahr die Violinistin Anne-Sophie-Mutter und die Sängerin Shakira nach Graubünden.

          Weitere Themen

          Rückkehr in den Sturm

          Venezuela : Rückkehr in den Sturm

          Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaidó kehrt nach einer mehrwöchigen Auslandsreise ins Land zurück. Er ruft zu neuem Widerstand gegen das Regime von Nicolás Maduro auf.

          Waisenhaus für Baby-Kängurus Video-Seite öffnen

          Ein Leben mit den Tieren : Waisenhaus für Baby-Kängurus

          Elternlose Kängurus finden bei Julie Willis und Gary Willson Zuflucht. Das Paar nimmt schon seit über 40 Jahren junge Kängurus auf, die nach Buschbränden ihre Eltern verloren haben oder keine Nahrung mehr finden. Nach den verheerenden Bränden in dieser Saison gleicht das Wohnzimmer des Paares einer Notfallaufnahme.

          Topmeldungen

          Polizisten bewachen am Donnerstag den Eingang zu einer Bar in Hanau, einer der Tatorte der Gewalttat

          Attentat in Hanau : Täter hatte „zutiefst rassistische Gesinnung“

          Der mutmaßliche Täter von Hanau hat Videobotschaften und ein Manifest mit „wirren Gedanken und abstrusen Verschwörungstheorien“ hinterlassen. Jetzt will die Generalbundesanwaltschaft ermitteln, ob es Mitwisser oder Unterstützer gab.
          Ein Paar, das Millionen Pfund wert sein könnte

          Britisches Königshaus : Queen verbietet Harry royales Marketing

          Mit ihrer Entscheidung, aus der Königsfamilie zurückzutreten, haben sich Harry und seine Frau Meghan um wirtschaftliche Chancen gebracht. Die Krone will aber nicht, dass das Paar zum Socken- und Pyjama-Verhökern missbraucht wird.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.