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Weltwirtschaftsforum in Davos : Britischer Finanzminister sagt Europa-Diskussion ab

  • Aktualisiert am

Großbritanniens Finanzminister Philip Hammond (Archivbild) Bild: AFP

Der EU-Austritt der Briten steht kurz bevor. Darüber diskutieren will die britische Regierung offenbar nicht. Finanzminister Philip Hammond sagte nun in Davos eine Debatte zur Zukunft Europas kurzerhand ab.

          Der britische Finanzminister Philip Hammond hat sich von einer Veranstaltung auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zurückgezogen, weil er offenbar keine Fragen zum Brexit beantworten wollte.

          Hammond hätte zusammen mit den Regierungschefs von Irland, den Niederlanden und Polen über die Zukunft Europas diskutieren sollen.

          Da ihm Thema und Besetzung des Panels nicht gefielen, zog er sich zurück, wie die F.A.Z. aus Veranstaltungskreisen erfuhr. Das britische Finanzministerium lehnte eine Stellungnahme zu dem Vorgang ab.

          Kein neuer Impuls für Europa

          Im Programm des Weltwirtschaftsforums trägt die Veranstaltung den Titel „The New Impetus for Europe“, was sich in etwa mit „Ein neuer Impuls für Europa“ übersetzen lässt.

          Die Veranstaltung stellte den Teilnehmern laut Programm die Frage, wie die Politiker sich „den dringendsten Herausforderungen“ stellen werden. Dazu zählen die Organisation den Brexit, die Migration und die Cybersicherheit genannt.

          Das alles war Philip Hammond wohl zu delikat. Im offziellen Programm auf der Webseite des Weltwirtschaftsforums taucht sein Name in der Veranstaltung nicht mehr auf.

          Teilgenommen an der Diskussion haben hingegen die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström, die Chefin der Santander Bank Ana Botín, der irische Premierminister Leo Varadkar, der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte und der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion vom Gründer des Weltwirtschaftsforums Klaus Schwab.

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