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Arm und Reich : Studie: 85 Reiche besitzen so viel wie arme Hälfte der Welt

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Der Club der Milliardäre wird immer größer: weltweit verfügen rund 1400 Menschen über ein Vermögen von einer Milliarde Dollar oder mehr. Bild: dpa

Vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat die Hilfsorganisation Oxfam eine weltweit wachsende Kluft zwischen Arm und Reich angeprangert. Die 85 reichsten Menschen der Welt besäßen zusammen so viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.

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          Die britische Hilfsorganisation Oxfam hat in einem alarmierenden Bericht die Verteilung des Wohlstands auf der Erde angeprangert. Demnach liegt der Reichtum der obersten ein Prozent der weltweit reichsten Menschen bei 110 Billionen Dollar (81,1 Billionen Euro).

          Insgesamt 1426 Personen seien Milliardäre, die zusammen über ein Vermögen von 5,4 Billionen Dollar verfügen. Die 85 reichsten Menschen der Welt hätten das gleiche Vermögen wie die arme Hälfte der Weltbevölkerung auf der anderen Seite, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Bericht. Zu den reichsten Menschen der Welt zählen laut Forbes-Liste etwa Carlos Slim Helu (73 Milliarden Dollar), Bill Gates (67 Milliarden) und Warren Buffett (53.5 Milliarden).

          Oxfam stellte den Bericht aus Anlass des bevorstehenden Weltwirtschaftsforums in Davos zusammen. Die Hilfsorganisation kritisiert unter anderem die Steuervermeidung über Steueroasen sowie staatliche Sparpolitik, die vor allem die unteren Einkommensschichten treffe.

          Die wohlhabenden Eliten dominierten die wirtschaftlichen Weichenstellungen weltweit, heißt es weiter. Demokratie werde ausgehebelt, die Reichen könnten politische Entscheidungen beeinflussen - sowohl in entwickelten wie auch in Entwicklungsländern. Eine Umfrage in den sechs Ländern Vereinigte Staaten, Großbritannien, Spanien, Brasilien, Indien und Südafrika habe gezeigt, dass die meisten Menschen der Meinung seien, das Gesetze zugunsten der Wohlhabenden gebeugt würden.

          „Wir können nicht darauf hoffen, den Kampf gegen die Armut zu gewinnen, ohne das Problem der Ungleichheit zu bekämpfen“, sagte Oxfam-Exekutivdirektorin Winnie Byanyima. Die Problematik von Privilegien auf der einen und Benachteiligung auf der anderen Seite drohe sich über Generationen auszubreiten. „Wir werden bald in einer Welt leben, in der gleiche Möglichkeiten nur noch ein Traum sind“, betonte sie.

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