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Weltwirtschaftsforum : Xi fordert engere Zusammenarbeit

Chinas Staatspräsident Xi Jinping bei seiner Rede zum Weltwirtschaftsforum Bild: EPA

Chinas Staatspräsident spricht sich für eine bessere Zusammenarbeit der Staaten aus. In seiner Rede anlässlich des Weltwirtschaftsforums sagte Xi, mit einer „überholten Mentalität aus dem Kalten Krieg“ komme man nicht weiter.

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          Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat zu einer Rückkehr zum Multilateralismus in der internationalen Handelspolitik aufgerufen und vor ideologisch motivierten Auseinandersetzungen in der Geopolitik gewarnt. In einer Rede anlässlich des Weltwirtschaftsforums sagte Xi, gemeinsame Regeln und gegenseitiger Respekt stellten das Fundament einer Zusammenarbeit dar, in der nicht das Recht des Stärkeren gelten dürfe. Ohne den neuen amerikanischen Präsidenten Joe Biden namentlich zu erwähnen, sagte Xi, man brauche hierfür Zusagen. Mit einer „überholten Mentalität aus dem Kalten Krieg“ komme man nicht weiter. Konfrontationen führten in Sackgassen.

          Gerald Braunberger
          Herausgeber.

          Eine multilaterale Ordnung sei wichtig, um die Existenz globaler Lieferketten zu sichern, fuhr Xi fort. Angesichts der schwersten Rezession seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs müssten die Staaten auch ihre Konjunkturpolitik besser aufeinander abstimmen, um die Widerstandskraft der Weltwirtschaft gegenüber Krisen zu stärken. Der chinesische Staatspräsident wünschte sich auch wieder eine stärkere Rolle für internationale Organisationen; konkret erwähnte er die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und den Internationalen Währungsfonds (IWF).

          Xi sprach sich auch für eine engere Zusammenarbeit in der Bekämpfung der Corona-Pandemie aus, für die Herstellung und Verteilung von Impfstoffen wesentlich sei. China habe seinen eigenen Impfstoff rund 150 Ländern zur Verfügung gestellt und sei bereit, Erfahrungen und Ergebnisse auszutauschen.

          Das derzeitige Weltwirtschaftsforum findet wegen der Corona-Pandemie nur virtuell statt. In den Jahren zuvor kamen stets Tausende hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Politik persönlich in die Schweizer Berge.

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