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Weltwirtschaftsforum : „Klimaneutralität ist für Unternehmen smart“

Ein Helfer in Davos trägt eine US-amerikanische und eine chinesische Flagge auf das Podium. Bild: EPA

Auch das Weltwirtschaftsforum in Davos beschäftigt sich mit der Energietransformation. Wie es um den chinesischen Weg zur Abkehr von fossiler Energie steht, wollte eine Veranstaltung eruieren.

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          Die Bekämpfung des Klimawandels wird ohne Unterstützung Chinas kaum gelingen. Denn die Volksrepublik ist sowohl der größte Energieproduzent als auch der größte Energieverbraucher der Welt. Rund 60 Prozent des chinesischen Stroms entsteht derzeit durch Kohlekraftwerke. Wie es um den chinesischen Weg zur Abkehr von fossiler Energie steht, wollte eine Veranstaltung auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eruieren.

          Gerald Braunberger
          Herausgeber.

          China strebe die Abkehr vom Kohlendioxid für das Jahr 2060 an; der Höhepunkt der Verwendung fossiler Energien wird für das Jahr 2030 erwartet, sagte Zhigang Zhang, der Präsident des dominierenden Energieversorgers State Grid Corporation of China. In den vergangenen Jahren habe das Wachstum der erneuerbaren Energien, und hier vor allem von Wind- und Solarstrom, 13,1 Prozent im Jahr betragen. Hohe Investitionen flössen unter anderem in die Netze, mit denen auch große Entfernungen überwunden werden müssten. „Die erneuerbare Energie wird vor allem im Westen des Landes produziert, benötigt wird sie aber vor allem im Osten“, erläuterte Jun Ni, der Chief Manufacturing Officer von Contemporary Amperex Technology.

          Ehrgeizige Pläne

          Die chinesischen Pläne zur Energietransformation seien sehr ehrgeizig, bemerkte Daniel Yergin, der heute für die Ratingagentur arbeitet und in einem früheren Leben vier amerikanische Präsidenten in Fragen der Energie beraten hat. Aber nicht nur für China gelte, dass die beabsichtigte Transformation sehr kompliziert sei: „Das Leben gleicht nicht einer Powerpoint-Präsentation“. In den vergangenen Monaten habe das Thema Energiesicherheit an Bedeutung gewonnen; außerdem müssten die Regierungen, wie das Beispiel der französischen „Gelbwesten“ zeige, die Menschen mitnehmen.

          Elisabeth Gaines, die Vorstandsvorsitzende des australischen Unternehmens Fortescue Mining, setzt große Hoffnungen auf den technischen Fortschritt. Grüner Wasserstoff könne helfen, den Schwertransport umweltfreundlicher zu gestalten. Gaines, die 90 Prozent der Produktion ihres Unternehmens nach China verkauft, hält es für möglich, dass die chinesische Stahlindustrie unter Verwendung grünen Wasserstoffs schon im Jahre 2040 klimaneutral arbeiten könne.

          Moralische Appelle an Unternehmen, sich stärker für das Klimathema zu öffnen, hält Gaines für unnötig: „Man muss doch nur auf den Ölpreis schauen, um zu erkennen, dass Klimaneutralität aus der Sicht von Unternehmen eine smarte Sache ist.“ Einig war sich die Runde über die Notwendigkeit eines effizienteren Umgangs mit Energie. „Dieses Thema bekommt immer noch zu wenig Aufmerksamkeit“, fand Yergin.

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