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Internationaler Handel : Die Globalisierung ist noch lange nicht am Ende

Von hier in die Welt: Blick auf ein Containerterminal im Hafen von Tianjin Bild: dpa

Die Globalisierung besaß nie eine feste Struktur, noch hat sie sich jemals linear und vorhersehbar entwickelt. Sie wird auch die Diskussionen in Davos überleben.

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          Kein Land, keine Region ist in wirtschaftlicher Hinsicht eine Insel. Seit dem Zusammenbruch des Sozialismus und dem Eintritt ehemals sozialistischer Länder in die internationale Arbeitsteilung haben sich die wirtschaftlichen Verflechtungen intensiviert. Gleichzeitig haben sich die Handelsketten in dieser Zeit mehrfach verändert.

          Gerald Braunberger
          Herausgeber.

          Zwischen dem Eintritt der ehemals sozialistischen Länder, allen voran China, zu Beginn der Neunzigerjahre und dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 ließ sich eine erhebliche Diversifizierung im Welthandel beobachten: Viele Unternehmen nutzten die Chancen, die sich aus der Öffnung ehemals verschlossener Märkte ergaben. Seit dem Jahr 2008 fand eine Gegenbewegung hin zu einer sehr viel stärkeren Konzentration des internationalen Handels statt. Die aktuellen Diskussionen über eine größere Diversifizierung von Handelsketten dürfen daher weder als Bruch mit ehernen Prinzipien der Globalisierung noch als eine Gefahr für die Globalisierung verstanden werden. Auch in der Vergangenheit waren Handelsketten keine statischen Konstrukte. Angebrachter wäre es wohl, von einer weiteren Trendumkehr im internationalen Handel zu sprechen.

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