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Themen in Davos : Die Banken rücken in den Fokus

Hier wird viel vom Wandel die Rede sein Bild: dpa

Das diesjährige Motto des Weltwirtschaftsforums fordert von den Verantwortlichen in der Welt neues Denken, ein neues Design und einen Wiederaufbau nach der Krise. Barack Obama kommt mit einem konkreten Beispiel: Was soll aus den Banken werden?

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          Wenn Verantwortliche aus Politik und Wirtschaft über die Zeit nach einer schweren Krise reden, drohen die Gespräche leicht ins Unverbindliche abzugleiten. Alle versichern, dass man aus vergangenen Fehlern lernen wolle. Manager betonen, nichts sei wichtiger, als die Krisenbewältigung (Arbeitsplatzabbau und strenges Finanzregime) mit den unausweichlichen Chancen der Nachkrisenzeit (Arbeitsplatzaufbau und die Finanzierung neuer Projekte) zu verbinden. Und wenn man sich noch vom ökologischen Geiste geprägt zeigen kann - umso besser!

          Die überall anwesenden Berater holen dann aus ihren Aktenkoffern die dafür notwendigen Blaupausen heraus. So wird es auch in diesem Jahr wieder auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sein, und dementsprechend wird man dort viele Reden halten, in denen vom Wandel die Rede ist. Rund 1000 Personen treten auf etwa 70 Podiumsveranstaltungen auf (Bild für Bild: die Davos-Teilnehmer). Dass es dieses Mal nicht so sehr um die große Weltpolitik geht, zeigt indessen die Liste der abwesenden Spitzenpolitiker aus den Vereinigten Staaten, aber auch aus anderen großen Ländern.

          Zu einem Zauberwort der vergangenen Monate ist in Kreisen von Wirtschaft und Politik "new normal" geworden - das neue normale Leben abseits der Überschwänge im Boom und der Depressionen in der Krise. Was das konkret heißen soll, ist eine der Fragen auf der Agenda. Manche Fachleute vermuten, dass Anleger mehr Stabilität wünschen, weniger langfristig investieren und risikobewusster werden. Dementsprechend beschäftigt sich ein Podium mit der wichtigen Frage, wie man innerhalb eines Vorstands ein angemessenes Risikodenken verankern kann.

          Nirgends so viel internationale Wirtschaftsprominenz

          Die vielen offiziellen Veranstaltungen bilden aber nur den sichtbaren Teil des Weltwirtschaftsforums. Für viele Teilnehmer besteht sein Zweck eher in der Möglichkeit, sich diskret mit aktuellen oder potentiellen Kunden zu treffen. Es existiert keine andere Veranstaltung auf dem Globus, zu der sich so viel internationale Wirtschaftsprominenz versammelt.

          Kurz vor Beginn des Weltwirtschaftsforums sind zwei Themen auf die Agenda getreten, die sicherlich für Gesprächsstoff sorgen werden: die Tragödie in Haiti und Barack Obamas Bankenplan. Das entsetzliche Erdbeben in Haiti hat unter anderem den früheren amerikanischen Präsidenten Bill Clinton, der eine Rolle in den amerikanischen Hilfen für Haiti spielt, bewogen, nach Davos zu kommen. Da auch die Leitung des Forums unter Klaus Schwab sich das Thema zu eigen gemacht hat und in Davos zahlreiche Spitzenmanager aus zahlungskräftigen Unternehmen vorhanden sind, dürfte es nicht bei Betroffenheitsreden bleiben. Man wird wohl auch das Scheckbuch zücken.

          Keine Fotos auf der Skipiste

          Eine weitere Veränderung gegenüber dem vergangenen Jahr ist die Rückkehr der amerikanischen Banker, darunter Vikram Pandit von der Citigroup und John Mack von Morgan Stanley. Schwer von der Krise getroffen, beschlossen sie, 2009 lieber zu Hause zu bleiben, anstatt in die Schweizer Berge zu entfliehen und sich dort bei geselligem Treiben ablichten zu lassen. Wie zu hören ist, kommen sie dieses Mal von guten Ratschlägen ihrer Kommunikationsspezialisten begleitet. Demnach sollen sich die Banker bei der Arbeit und nicht auf Partys (die es in Davos natürlich auch gibt) oder auf der Skipiste fotografieren lassen. Ein allzu auftrumpfendes Gehabe dürfen sie auch nicht an den Tag legen. Nach Davos zurück wollen sie aber nicht nur, um dort Kundengespräche mit den Chefs großer internationaler Industrie- und Dienstleistungsunternehmen zu führen.

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