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Wirtschaftliches Potential : Der Wettlauf um Afrika gewinnt an Tempo

Mitten in Afrika: ein von Chinesen errichteter Gewerbepark in Djibouti Bild: Picture-Alliance

China sieht in Afrika hervorragende Profitchancen und investiert viele Milliarden Dollar. Das beunruhigt Washington zusehends. Doch Amerikas Gegenoffensive bleibt seltsam schwach.

          6 Min.

          Eine Schönheit ist der staubige Flecken in Ostafrika nicht gerade. Für den französischen Dichter Arthur Rimbaud, der sich am Horn von Afrika zeitweilig als Waffenhändler verdingte, war Djibouti nur „diese hässliche Kolonie“. Im Reiseführer steht, dass hier früher einmal ein Teil von „Planet der Affen“ gedreht wurde. Und ein djiboutisches Sprichwort lautet: „Bevor er dieses Land durchquert, macht selbst der Schakal sein Testament.“ Es ist sehr heiß und trocken. Im Schatten kauern ein paar junge Männer und kauen die Volksdroge Kat. Gleichgültig blicken sie auf einen französischen Militärkonvoi, der vorbeidonnert und Staub aufwirbelt.

          Philip Plickert
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Über dem Golf von Tadjourah rattern derweil amerikanische Hubschrauber in Richtung ihrer Basis Camp Lemonnier in der Nähe des Internationalen Flughafens. Derzeit sind rund 4000 amerikanische Soldaten hier stationiert. Djibouti mit weniger als einer Million Einwohner ist Basis für etliche Militärlager. Bundeswehrsoldaten starten von hier aus ihre Aufklärungsflüge im Kampf gegen die Piraterie. Als Kaserne dient ihnen das Sheraton Hotel. Italiener und Japaner haben hier ihre Stützpunkte, sogar die Saudis planen einen. Auch die ehemalige Kolonialmacht Frankreich ist weiter präsent.

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