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Chinas Warenfluss angelaufen : Warum das Lagern wieder wichtiger wird

  • -Aktualisiert am

Viele Unternehmen greifen auf Luftfracht zurück. Bild: dpa

Die Corona-Krise hat der Weltwirtschaft einen Schlag versetzt. Weil stabil geglaubte Lieferketten zusammengebrochen sind, mussten deutsche Unternehmen umdisponieren und haben für die Zukunft Konsequenzen gezogen.

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          Die Corona-Krise ist ein harter Schlag gegen die globale Wirtschaft. Mit dem Ausbruch der Krise in China brachen im Februar auf einmal langjährige und stabile Lieferketten zusammen. Dabei war der reine Produktionsausfall gar nicht so lang. China verlängerte seine Ferien über das Neujahrsfest (25. Januar) um zwei Wochen. „Dieser Produktionsausfall war aber nur die Phase 1 der Lieferkettenproblematik“, sagt der Chef der Unternehmensgruppe Endres + Hauser, Matthias Altendorf.

          Endres + Hauser ist als großer, global aktiver Mittelständler mit 2,5 Milliarden Euro Jahresumsatz in der Prozess- und Regeltechnik ein wichtiger Teil internationaler Lieferketten. „Die erste Phase haben wir am Lager abgepuffert“, sagt Altendorf. Viel schlimmer sei die zweite Phase gewesen, als man in China die Häfen geschlossen und die Passagierflüge annulliert habe. Da musste viel Fracht, die zuvor auf dem Seeweg nach Europa kam, auf Frachtflieger umgelenkt werden. „Der Spotmarkt für Kapazitäten im Frachtflugbereich hat Gott sei Dank eigentlich immer funktioniert“, sagt Altendorf.

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