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Welternährungsbehörde empfiehlt : Esst mehr Grashüpfer!

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Lecker, gesund, umweltfreundlich: Gebratene Grashüpfer Bild: AFP

Insekten sollen entscheidend zur Welternährung beitragen. So wünscht es sich jedenfalls die Welternährungsbehörde. Nicht nur gelten Grashüpfer mancherorts als Köstlichkeit, sie sollen auch gut für die Umwelt sein.

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          Der Preis für einen gehäuften Esslöffel Grashüpfer habe sich in Uganda zuletzt auf 40 Cent stark erhöht, sagt Julius Kafeero. Er verdient sein Geld mit dem Sammeln dieser Insekten, die in seinem Land als Köstlichkeit gelten. Dort, wie in vielen Staaten Afrikas, stehen frittierte Grashüpfer auf dem Speiseplan, wie auch in Mali - wo die Wildinsektenbestände zurückgehen: Denn die Baumwollbauern sprühen mehr Pestizide, die Grashüpfer sterben, und den Kindern fehlt es an Insektenfleisch.

          So liest es sich in einer Studie von enormem Umfang, die jetzt die Welternährungsbehörde der Vereinten Nationen publiziert hat. Die FAO gibt sich als begeisterte Verfechterin vermehrten Insektenkonsums. Fliegen, Termiten, Käfer, Maden - alle reichlich vorhanden. Man muss nur besser ernten. Insekten können laut dem Bericht ernsthaft ein wichtiger Baustein sein, die steigende Weltbevölkerung zu ernähren. Zudem werden sie als kompatibel mit zeitgenössischen Nachhaltigkeitsvorstellungen angepriesen: „Der Insektenverzehr trägt zum Umweltschutz, zur Gesundheit und zum Broterwerb bei“.

          Insekten auf Salatbett Bilderstrecke
          Insekten auf Salatbett :

          Zwei Milliarden Menschen auf der Welt äßen Insekten, meist in Ländern südlich der Sahara, in Mittelamerika und Asien. 1900 essbare Arten zählt die FAO. Sie rät auch den noch nicht auf den Geschmack gekommenen fünf Milliarden Menschen dazu, mehr Insekten zu essen: Verbraucher und die Wirtschaft müssten nur über die Vorteile informiert werden.

          Da wären: Die Heuschrecken- und Zikadenzucht erzeuge weniger Treibhausgase als die Viehaltung, die Tiere bräuchten weniger Land, Wasser und Futter, als derzeit beliebtere Nutztiere wie Huhn oder Schwein. Um gleichviel Proteine zu erzeugen, benötige man bloß einen Hektar Land für die Mehlwurmerzeugung, rund 2,5 Hektar für Milch- oder 10 Hektar für Rindfleischerzeugung.

          Insekten seien oft trockenresistent und sie könnten dem Ökosystem auf viele Weise dienen, bevor sie gegessen werden: Als Kompostmüllverwerter, indem sie Pollen übertrügen wie Bienen oder, wie Ameisen, organische Abfälle wegschaffen. Auch die Verwertbarkeit hält Vergleichen Stand. Von einer Grille seien 80 Prozent essbar, von einem Rind nur 40 Prozent. Zu Erzeugung von einem Kilogramm Schweinefleisch benötige man rund 5 Kilogramm Futter, 2,5 für das Huhn - und 1,7 Kilogramm für Grillen.

          Kakerlaken werden nur vereinzelt kultiviert

          Dennoch hat die Nahrungsmittelindustrie Insekten kaum entdeckt. Kakerlaken, Maden oder Skorpione würden nur vereinzelt in Laos oder Thailand kultiviert. Die Niederlande gelten als führend in der Herstellung von Insektenmehl als Fischfutter, das das teure Mehl aus im Meeresfisch ersetzen soll.

          Künftig werde die Insektenerzeugung „in industriellen Einheiten“ erfolgen, spekuliert die FAO. Nur vom Verzehr des Eichenprozessionsspinners rät sie ab. Der führe zu Hautreizungen.

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