https://www.faz.net/-gqe-9wsrs

CDU-Nachfolge : Konkurrenz oder Konsens?

Ausgerechnet die Partei der Marktwirtschaft wollte den Wettbewerb um den Vorsitz ausschalten. Bild: AFP

Im Ringen um die Nachfolge von Angela Merkel setzt die CDU-Spitze auf eine einvernehmliche Lösung. Norbert Röttgen hingegen will Wettbewerb. Welches Auswahlverfahren verspricht mehr Erfolg?

          7 Min.

          Zugegeben, die CDU verhandelt im Ringen um ihren neuen Vorsitzenden ein paar Fragen, die nicht ganz unwichtig sind. Es geht ums Überleben einer der letzten noch halbwegs stabilen klassischen Volksparteien in Europa, um das Erbe Angela Merkels, um Deutschlands Rolle in der Welt, um den Kampf gegen den Rechtsextremismus in Zeiten des Terrors – und am Ende auch um die Demokratie in diesem Land, ein bisschen sogar um die Zukunft des Westens insgesamt.

          Ralph Bollmann

          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Aber spätestens seit dieser Woche geht der Streit um ein Problem, das die CDU vor allen anderen Fragen lösen muss: Wie wird über die künftige Parteispitze eigentlich entschieden, wer darf dabei mitreden und nach welchem Verfahren? Es gehe nicht, dass der künftige Chef per „Hinterzimmerlösung ohne Wettbewerb“ bestimmt werde, sagte der Außenpolitiker Norbert Röttgen, der bislang einzige offizielle Kandidat, als er am Dienstag seine Bewerbung abgab. Es ist ein zentrales Element seiner Kampagne. Entsprechend fliegen ihm in ersten Umfragen die Sympathien des Publikums zu.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Protektionismus der 1930er : „Ein bösartiges Produkt von Dummheit und Gier“

          Trumps Handelspolitik weckt Erinnerungen an die Weltwirtschaftskrise und den Protektionismus der dreißiger Jahre. Damals löste Herbert Hoover mit einem höchst umstrittenen Zollgesetz fatale Gegenreaktionen aus. Heute jedoch ist unser Wohlstand nicht von Amerika bedroht. Ein Gastbeitrag.
          Ein Frachtschiff unter maltesischer Flagge krachte vor drei Jahren in eine Gebäudefront am Ufer der vielbefahrenen Wasserstraße des Bosporus.

          Kanal zum Schwarzen Meer : Erdogans doppelter Bosporus

          Der türkische Präsident Erdogan drückt beim Bau eines neuen Kanals zum Schwarzen Meer aufs Tempo. Aber nicht nur Admirale, auch Umweltschützer sind alarmiert.
          So sieht der EQS aus.

          Der neue EQS : 770 Kilometer soll er schaffen

          Der EQS ist die elektrische Version der S-Klasse und gleichzeitig deren Konkurrent. Mit beiden will Daimler dicke Margen einfahren.