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Das beste Szenario : Börsenschreck Biden? Von wegen!

Joe Biden, 77 Jahre alt und Favorit bei den Präsidentenwahlen am kommenden Dienstag Bild: dpa

Joe Biden will als Präsident die Steuern erhöhen und die Tech-Konzerne an die Kandare nehmen. Trotzdem fürchten ihn die Anleger nicht. Das kann sich ändern, wenn die Demokraten die ganze Macht bekommen.

          5 Min.

          So viel Aufregung in so wenigen Tagen ist selten. Die zweite Corona-Welle hat die Welt und ihre Börsen im Griff, die Kurse schlagen Kapriolen. Die Austrittsverhandlungen zwischen EU und Großbritannien spitzen sich zu, der Zeitdruck ist hoch. Und dann ist am Dienstag auch noch jenes Ereignis, das die Finanzmärkte auch ohne Pandemie und Brexit in Höchstspannung versetzen würde: Amerika wählt seinen Präsidenten, der die Entwicklung des Landes und der Welt in den kommenden vier Jahren beeinflusst. Und ein neuer Kongress wird auch gewählt. Weil die Umfragen seit langem gegen den Amtsinhaber Donald Trump und für den Herausforderer Joe Biden sprechen, haben sich Anleger auf den Demokraten eingestellt. Nicht mit Zittern, sondern ziemlich cool.

          Thomas Klemm
          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Jannik Waidner
          Redakteur in der Wirtschaft

          Es ist schwer zu sagen, wann genau die Börse ihre Furcht vor Biden verlor. Lange jedenfalls galt der Mann, vor dem eigentlich niemand Angst hat, Anlegern als Gefahr für das Investitionsklima. Noch vor drei Wochen war sich etwa der Vermögensverwalter Jens Ehrhardt im F.A.S.-Interview sicher: „Amerikanische Anleger haben ein Faible für Trump.“ Bei einem Wahlsieg Bidens rechnete er mit Enttäuschung an der Börse. Die Mehrheit sieht es offenbar anders. Das Börsen-Schreckgespenst Biden, von dem lange die Rede war, gibt es so nicht mehr. Doch wie kam es dazu?

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